Mittwoch, Februar 28, 2024

Es war einmal

Heute erzähle ich, wie es einmal war. Als Österreich noch ein demokratisches, soziales und besonders friedliches Land war.

Es war einmal, dass jemand erfuhr, dass es Krebs war. Sie – oder er – bekam schnell die bestmögliche Therapie. Das war einmal. Heute drehen Rollbetten mit Krebspatienten am Weg zum OP-Saal um, weil wieder ein OP-Tisch wegen Personalmangel gesperrt ist. Andere landen gleich auf der Warteliste und wissen nicht, ob in den verlorenen Monaten ihr Krebs über die Grenze des Heilbaren hinauswächst.

Sie haben ihr Leben lang einbezahlt und haben sich auf ihr „System“ verlassen. Sie sind getäuscht worden. Heute gibt es mehr Spitzenmedizin für Spitzenverdiener als jemals zuvor. Aber das „System für alle“, um das man uns jahrzehntelang beneidet hat, ist am Ende.

Zur Sicherheit weniger

Es war einmal, dass fast alle nicht reich waren, aber Kinder und alte Menschen dafür nicht arm. Damals kam man mit jedem Beruf über die Runden. Heute arbeiten meist Frauen bis zum Umfallen. Aber es reicht nicht mehr. Miete, Strom, Lebensmittel – es geht sich nicht mehr aus.

Es war einmal, dass man für das Bundesheer später mehr ausgeben wollte. Aber zuerst ging es um die Sicherheit der einzelnen Menschen – vor Armut, Krankheit, mit guter Bildung und der Zuversicht, dass man es besser haben könnte. In Kampfpanzer wurde nur investiert, weil genug Spitalsbetten da waren. Zur Sicherheit wurden eher weniger und immer gebrauchte Panzer gekauft.

Alle korrupt

Es war einmal, dass manche Sommer verregnet waren und andere zu heiß. Aber Bäche und Hänge waren nur selten gefährlich, Hochwasser Ausnahmen und Gletscher für die Ewigkeit. Die Natur war das, was man immer besser beherrschte. Heute schlägt die Natur zurück.

Es war einmal, dass man zwischen zwei Parteien wählen konnte, die sich auf ihre Art bemühten, das Land besser zu machen. Den meisten Politikern vertraute man. Die wenigen Fälle von Korruption waren die kleinen Sümpfe, die man trockenlegen wollte. Heute ist es Volksmeinung, dass Politiker korrupt sind – alle, wie die einen, oder nur fast alle, wie ein paar andere meinen.

Es war einmal: ein Österreich, in dem ein großes Versprechen Stück für Stück eingelöst wurde: dass es allen besser gehen und dass man niemand am Weg zurücklassen würde. Wenn man die Zahlen studiert, sieht man, dass dieses Österreich deutlich ärmer war. Aber es war genug für alle da.

Das Geld war da

Heute ist mehr da, aber das nützt nichts. Von „Bildung“ bis „Gesundheit“, von „Pflege“ bis „Forschung“ sind die Systeme am Ende. Wenn ein Spital wegen Pflege- und Ärztemangel kippt, kann man es nicht mehr mit einer Geldspritze wiederbeleben. Man weiß nachher nur eines: dass es nicht sein hätte müssen.

Das Geld war vor einem, vor zwei und vor fünf Jahren da. Aber es ist gar nicht im Budget angekommen, weil man auf Vermögenssteuern und damit auf billige Milliarden einfach verzichtet hat; oder es ist falsch ausgegeben worden, weil die Verantwortlichen die falschen Entscheidungen getroffen haben.

Kippbereit

Ich weiß nicht, ob sich noch jemand an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein erinnert. Sie war eine typische Vertreterin der FPÖ: fachlich ahnungslos und politisch rücksichtslos. Spitäler waren für sie die Orte, wo man „einsparte“. Das größte Sparpotential sah sie in den Intensivstationen. Als die COVID-Pandemie ausbrach, hatte die freiheitliche Ministerin aus den Spitälern längst unsichere Orte gemacht.

Nächstes Jahr drohen Politikerinnen dieses Schlages zurück an die Macht zu kommen – gemeinsam mit ihren geistigen Brüdern in der neuen ÖVP. Dass eine freiheitliche Straßenpartei und eine freiheitliche Staatspartei gemeinsam eine Richtungswahl gewinnen könne, sagt alles über den Zustand eines kippbereiten Landes.

Es gibt zu wenig Hoffnung, daher gibt es zu viel Wut. Wut und Hass sind der Treibstoff für rechte Abrissparteien, die vom Rechtsstaat und der Medienfreiheit bis zum Sozialstaat „aufräumen“ wollen.

Ein friedliches Land

Sie streiten nur um eines: Wer beim Marsch an den Futtertrog ganz vorne marschieren darf. Herbert Kickl ist gesetzt. Sebastian Kurz sucht noch die Partei, die mit ihm marschiert. Der Wahlkampf dürfte nicht viel mehr als der Film, bei dessen Premiere Beschuldigte von Martin Ho und Christian Pilnacek bis Sebastian Kurz sich selbst feierten, kosten.

Wenn Kurz mit einer eigenen Liste antritt, ist zumindest ein Projekt rechnerisch erledigt: die alte Koalition zwischen SPÖ und ÖVP. Dann ist der Weg frei für die Koalition der drei Abrissbirnen: der siegreichen FPÖ, der ramponierten ÖVP und der Kurz-Partei, die nur noch das Justizressort braucht, um die WKStA im letzten Moment vor der großen Kurz-Anklage dem neuen Boden gleichzumachen.

Es war einmal ein demokratisches und soziales Österreich. Nicht zufällig war es auch ein besonders friedliches Land. Es lohnt sich nach wie vor, um dieses Österreich zu kämpfen. Weil es noch nicht zu spät ist.

Peter Pilz
Peter Pilz
Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.
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52 Kommentare

  1. wenn 100000e migranten dazukommen und die zahl der krankenhäuser,ärzte und ambulanzen gleich bleibt muss es wohl zu einem engpass kommen.
    dessen ungeachtet klatscht man zu noch mehr zuzug. das ergebnis ist der gau in der gesundheitsversorgung und die zunahme von brennpunktschulen,

  2. Danke, Herr Pilz für den nostalgischen Rückblick in bessere Zeiten.
    Leider nimmt der Teufel, den sie an die Wand malen, auch oder vor allem dank der ehemals linken Parteien mit ihrer Ignoranz(oder ist es nur Dummheit) erschreckend konkrete Züge an.

    Wahrscheinlich hat die ÖVP, oder die Gruppe hinter dem Heiland schon was gegen Kickl in der Giftschublade, das zu gegebener Zeit herausgeholt wird, wie gegen Aiwanger, oder damals gegen sie.
    Dann kommt ein Haimbuchner oder so, und KURZ3.

  3. Herr Pilz, ich denke es ist bereits zu spät. Diese de facto Alleinregierungen der ÖVP in den letzten Jahren haben ein Wutbürgertum verursacht, das in seiner Verzweiflung Menschen und Ideologien an die Macht bringt, die unser Land sehr nachhaltig schädigen werden.

  4. Heute vor 50 Jahren, als Ö. noch ein friedliches, zufriedenes und solidarisches Land war, mußte Salvador Allende sterben, weil er ähnliches für sein Land anstrebte.

  5. wieviele 100000 sind seither ins land gekommen, die sich mit den bürgern in den ambulanzen um plätze streiten? davon aber kein wort, und die ressourcen reichen halt nicht mehr aus.
    dank migration -mängel auf allen ebenen. ob arbeitsplätze, wohnungen , brennpunktischulen, polizei
    aber davon keine rede. aber immer mehr open borders wünschen…
    das kann sich nicht ausgehen

    • das ist so ziemlich das unsinnigste argument.

      grad im bereich von ambulanzen ginge ohne migration gar nix mehr.
      der tag an dem die mirgrierten menschen einen streik beginnen wär der tag des zusammenbruchs der österreichischen wirtschaft.

      also ma muss schon ziemlich deppad sein um das nicht zu erkennen.

      • es geht in dem fall nicht um die betreuer sondern um die erhöhten anforderungen offensichtlich durch mehr patienten. das ist aber einsichtig. die kapazitäten sind da wohl überforderti

        • sorry – du hast an klescher

          natürlich gehts auch um die betreuer
          oder was glaubst, wo die herkommen
          müssen die nach jedem dienst wieder dorthin fahren woher sie ursprünglich kommen?

          • sorry, bei meinem kommentar gings nicht um die betreuer sondern um die masse an zusätzlichen patienten, die die kapazitäten um ein vielfaches überfordern.
            aber das muß man nicht verstehen, wenn man es nicht verstehen will.

        • Wie stellt man sich das in Parallelwelten vor? Zum Arbeite sollen sie kommen, aber wenn sie krank sind, dann dürfen sie nicht behandelt werden?

    • Nur leider waren da wenig bis keine ausgbildeten Pflegekräfte dabei, geschweige Raketentechniker 🙂
      Insofern stimmt die Relation zwischen Gebern und Nehmern nicht wirklich, die Nehmer werden deutlich immer mehr.
      Remember 2015 und fff.

      • Genau. Und man hat es vorsorglich verabsäumt, sie zu Pflegekräften auszubilden. Die Ausbildung sollen gefälligst andere Länder bezahlen, damit wir was davon haben und Gott spielen dürfen. Ach, es ist so schön, so ein Überlegenhetsgefühl.

  6. Einmal mehr siegt der Hass des Herr Peter Pilz auf die Freiheitlichen über die objektive Wahrheit. Sehr traurig!

    Zuständig für die Spitäler sind mit ganz wenigen Ausnahmen die Länder und deren Gesundheitslandesräte und nicht irgendeine freiheitliche Gesundheitsministerin. Beate Hartinger Klein hat gegen den Willen von Kurz und der ÖVP dafür gesorgt, dass die Notstandshilfe noch immer existiert.

    Aber die Fakten interessieren Herrn Pilz nicht!

        • Böse Zungen behaupten, Frauen in der Politik bzw. speziell die der Regieungsparteien geben mehr als die 150€ für MakeUp aus. Partei- oder Steuergeld natürlich.

        • Weil alle Unterstellungen bösartig sind.
          Fakt ist sie hat angekündigt, dass es mit ihr keine Abschaffung der Notstandshilfe gebe und sie hat Recht behalten.

      • Die Patientenmilliarde wird für den Ausgleich der Ungleichbehandlung der Patienten in den verschiedenen Bundesländern erforderlich. Etwas das es ja angeblich nie gab.

        150.- Euro Taschengeld für Flüchtlinge die bereits Unterkunft Ernährung und alles andere vom Staat erhalten. Gibt genug Österreicher denen bleiben keine 150.- Euro zur freien Verfügung.

        Es handelt sich nicht um Demenz sondern um chronische Uninformiertheit.

  7. Dann ist der Weg frei für die Koalition der drei Abrissbirnen: der siegreichen FPÖ, der ramponierten ÖVP und der Kurz-Partei, die nur noch das Justizressort braucht, um die WKStA im letzten Moment vor der großen Kurz-Anklage dem neuen Boden gleichzumachen.

    Braucht er nicht …Zadic hat eh alles blockiert das demnBuben nicht an den Kragen geht…

    Sie wollte das man Kurz im U-Ausschuss mit Samthandschuhe anfasst, wurde verneiny, darauf wurde er von einem Richter, dank Zadic befragt….

    Danach kamen dank ZZ videos raus wie schonend und schon Väterlich man mit ihm umgibg und er nur stotterte und total überfordert war….

    Wie in sämtliche Medien der ruf Nach HD und Smartphone beschlagnahme bei Kurz laut wurde schwieg die Justiz und liess ihm Zeit alles zu vernichten….selbst als Apple bekannt gab sie können bei anklage seine Daten der Justiz weiter geben tauchte Zadic unter….die hat alles gebremst….für mich mitschuldig an der Korruption und eifrige unterstützerin…

  8. Vergessen wir nicht….das hochkorrupte System der Huren der reichen entstand aus einem Putsch.
    Der wurde von den Medien nicht nur getragen sondern dank Medienkorruption gefördert.
    Es ist nicht nur Schwürkis an der Macht sondern grüne Sind ihre Koalitionspartner und unterstützer.

    Das das alles so ausarten konnte ist nur den grünen die rein an ihre Futtertröge hängen zu verdanken.

    Das das so ausarten konnte ist nur der korrupten Justiz zu verdanken weil bei einer unabhängigen Justiz sässen die hälfte der Schwürkisen längst auf der Anklagebank….

    Die Räuber plündern solange sie können…wenn das System wegsieht plündern sie weiter und werden immer frechher…

    Was sagte die grünen,sie wurden in der Regierung die korruption bekämpfen…dank ihnen und der grünen Justiz ist es erst so schlimm geworden…

    Eigentlich gehören die alle bis zur Justizministerin auf die Anklagebank….

    • Diue Grünern waren uns sind die Hauptrsache, das alles so ist wie es heute ist?
      Da kann man nur für diese hoffen, dass sie wenigstens genug daraus verdient haben und dass sie nicht noch mehr durch die möglichen Haftungen daraus bald noch verlieren werden…

  9. Lieber Hr.Pilz
    Österreich wird seit Kriegsende von Rot und Schwarz regiert, bis auf wenige Ausnahmen. Da keine Partei weder Rot noch Schwarz zukunftsweisende Politik gemacht haben, sind die heutigen Zustände, die logische Konsequenz daraus. Solange die Regierungen nur in Legislaturperioden denken, wird sich auch nichts ändern. Was ihre Grünen die letzten vier Jahre an Schäden verursacht haben, will ich gar nicht kommentieren. Fakt ist in Österreich muss bald ein neuer Wind wehen, ansonsten werden wir komplett absandeln, siehe Deutschland, wo vorrangig die Grünen einen Kolateralschaden anrichten. Europa muss weiter nach rechts rücken um micht unter zu gehen.

    • Rechts und Konservativ ist das was uns an den jetzigen Punkt gebracht hat, in Ö ist die VP seit über 35 Jahren in der Regierung, davon sogar 8 Jahre mit der FPÖ, die uns vor allem durch unsoziale Gesetze negative Veränderung gebracht hat.
      In Deutschland waren die C Parteien seit ’82 ebenfalls über 30 Jahre an der Regierung beteiligt.

      Wo genau haben die Grünen in dieser Zeit Fehler in der Wirtschafts- und Sozialpolitik gemacht, ist es nicht so
      das die Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit nun den aktuellen Regierungsparteien umgehängt werden, weil sie am Ende
      aufzeigen wer wirklich über Jahrzehnte nichts gemacht hat?

      Wann haben Nationalisten eine Politik für alle gemacht? Wann hat die ÖVP zuletzt eine Politik für alle gemacht?

    • @Wolfgang1958
      Geh-nau! ÖSI-Land braucht noch viel mehr Effen kompetente, nationalistische Sozialpolitik!!! (Die millionenschweren Beraterverträge zur “Reform” auf Kosten der Arbeitnehmer*innen wurden für 30 Jahre ins Staatsarchiv weggesperrt. Die ministeriell verantwortliche Hartinger-Klein kam ja bekanntlich mit 150,- monatlich locker aus, weil sie eine Wohnung “dazu” schon hatte…)

      Den dazu relevanten Rechnungshofbericht kann man ja bis nach “Absurdistan” schwurbeln – Hauptsache Kickl bekommt bald wieder sein Dienst-Pony für den nötigen Überblick im Lande…

      https://www.profil.at/oesterreich/rechnungshof-bericht-die-patientenmilliarde-war-ein-schmaeh/402059995

  10. PP, jetzt wirtschaften halt Ihre heißgeliebten, grünen Dodln schon fast vier Jahre das Gesundheitssystem in Grund und Boden und das einzige was Ihnen dazu einfällt ist die FPÖ? Regiert eigentlich die FPÖ in Wien oder wie erklärt man sich sonst die katastrophalen Zustände in den Spitälern? Nicht umsonst ist schon vor etlichen Jahrzehnten auf den kommenden Ärztemangel hingewiesen worden, als die Ärztekammer noch junge Menschen abhalten wollte, den Beruf zu ergreifen. Die Politik -vor allem in Wien – hat sich lieber dem leichteren und attraktiveren Teil zugewandt: dem Neubau und dem Umtaufen von Spitälern. Zudem ist die Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte von 7 auf 9 Mio angewachsen bzw. herbeigeklatscht. Jetzt haben wir den Schlamassel. Bei den herbeigeklatschten Fachkräften handelt es sich halt auch nicht um halbwegs Gebildete sondern zum Groß um Volldodln. Wie gesagt das Gesundheits- Problem ist schon lange allseits bekannt, weggesehen haben sie alle und machen es nach wie vor. Ein Energiering wäre so um die € 100.000 wäre jetzt genau das was dieses Gesundheitssystem dringend benötigen würde…

    • … bei allem Respekt, Sie scheinen das erfolgreich System zerfleddernde “Prinzip Föderalismus” hierzulande noch nicht ganz durchschaut zu haben? Dass u.a. das Regime Ärztekammer in schwarzbürgerlich intendierter Klassenmedizin auf der Reformbremse seit Menschengedenken steht, scheint Ihnen auch irgendwie entgangen zu sein, oder auch die Tatsache, dass Privatärzt*innen / -Kliniken Kostenersätze aus Sozialversicherungsbeitragen – Stw. Prikaf-Affäre mit Strache / Grubmüller – auch u.a. auf Kosten bisheriger, nicht indexiert angepasster Krankenkassenverträge öffentlicher Medizin-Einrichtungen zugestanden wurden… Alles kein Thema, bzw. eines von “Gestern” separiertes / vergessenes / verdrängtes, welches die Grünen nun gefälligst binnen einer Legislaturperiode (unbedankt) im Geniestreich auflösen zu haben…

      • Die Privatkliniken wirds wohl oder übel benötigen, haben sich da ja die gut ausgebildeten medizinischen Fachkräfte verselbstständigt.
        Was gedenken die Grünen gegen die rasant steigende Nachfrage von Ärzten und medizinischem Personal zu unternehmen? Ich kann dazu nichts finden. Dass Zahlreiche Ausbildungsplätze fehlen ist schon die erste Ursache dieses Übels. Nicht umsonst ist im Wahlprogramm 2019 der Ökos Gesundheit das kürzeste Kapitel und sogar da versuchen die einen Spin zum nicht Mensch gemachten Klimawandel. Dafür gibt es zum Thema einen ganzen Absatz der “Visionen” lautet.
        Nicht umsonst hat halt Helmut Schmidt schon weise gesagt: “Wer Visionen hat sollte einen Arzt aufsuchen” -was ich der ganzen grünen Bande dringendst empfehlen würde.

  11. Die Gesundheitskrise begann nicht erst vor ein paar Jahren sondern viel früher.

    Wenn wir auf die USA blicken, sehen wir zeitverzögert die gleiche Entwicklung. Rockefeller, verkleidet als Philantropist – die Globalisten aus Silikon Valley folgen seinem Beispiel – ließ das Gesundheitssystem umbauen, das auf Operationen, patentierbaren Medikamenten und Röntgen ausgerichtet wurde.

    Die Landwirtschaft wurde unter Einsatz von Herbiziden und Pestiziden industrialisiert, sodass unsere Nahrungsmittel zwar wie gesundes Gemüse ausschaut, aber keine Nährstoffe mehr enthält. Zum Fleischkonsum wurden Rassen gezüchtet, die schnell viel Fleisch abgeben, unterstützt von der Gabe von Hormonen und Antibiotika.

    In den Sechzigern verlautete die FDA, dass Fett krank macht und propagierte Zucker, der allen verarbeiteten Lebensmitteln als Geschmacksgeber zugesetzt wurde.

    Das Resultat ist, dass Menschen dick und krank werden.

    Ein Herzinfarkt, damals Managerkrankheit, war selten, es gab keine Masse an Adipösen und es gab keine Kinder mit Typ2 Diabetes. Das ist die Ursache der sogenannten Zivilisationskrankheiten.

    Big Agro, Big Food, Big Soda machen uns krank und Big Pharma soll uns heilen?

    Big Tech leistet beste Lobbyarbeit und füttert unsre Politiker, egal welcher Couleur, an, sodass nirgends auf der Welt Steuergesetze greifen, die Big Tech zu Zahlungen zwingt. Mit den angehäuften Milliarden wird in Big Agro, Big Food und Big Soda investiert, wiederum steueroptimiert. Dann wird Big Pharma als Heilsbringer gefeiert. Während der “Pandemie” wurde offensichtlich, wie das System funktioniert, dass sich weltweit etabliert hat. Es wurde Propaganda gegen billige und wirksame Medikamente gemacht und stattdessen ungeprüfte, notfallzugelassene Therapien und patentierbare Medikamente als der einzige Weg aus der Krise gepriesen. Spitalbetten wurden abgebaut und Kranke nach Hause geschickt.

    Das Gesundheitswesen zu reformieren ist reine Kosmetik, denn die Ursachen liegen woanders. Erst wenn es gelingt, die Konzerne und Investmentsfonds zu entmachten, die uns krank machen und Profit daraus zu schlagen, erst dann ändert sich was.

    Die vom System Geschädigten glauben an das Narrativ, das der Mainstream ihnen vorsetzt. Wem gehören diese Medien?

    Politiker hätten es in den Hand, das System zu verändern, doch das System hält sie im Würgegriff. Und strauchelt einer dieser systemtreuen Politiker, gehen sie durch die revolving doors einer neuen Karriere entgegen.

  12. “Es war einmal…”
    Diese “Präampel” erfand übrigens Jacob Grimm (Sprach- und Literaturwissenschaftler) als sprachliches Stilmittel, um zusammen mit seinem Bruder Wilhelm gesammelte Märchen unverkennbar als solche abgegrenzt in eine legendär überlieferte Erzählung zu bringen.

    Zu Pilz’ens Artikel heute:

    Vaganten-Lyrik

    Wie viele ringsum gehen nur im Kreis?
    Folgen rundum stur nur eignen Spuren
    angepasst, bequem und murren
    privat; in Foren, anonym, was niemand weiß.

    Warum kreiert die Welt sich billig Slogans?
    Um sich das Fragen zu ersparen?
    Konsum zum Lenken: „Hey it’s Show Time!“
    konform getrimmt, “aan’s geht noch – und noch an’s!”
    blind und taub für manch’ Gefahren.

    Macht elitärer Reichtum Arme ärmer?
    Die Finanz- aus einer Volkswirtschaft
    ein Werkzeug der Betriebswirtschaft?
    Solidarität dich zum verkappten Schwärmer?
    Gib deine Würde Bankern ohne Denken
    bezahl den Maßanzug der Rattenfänger
    „Schließlich hast nichts zu verschenken!“
    doch die Kreise werden unaufhaltsam enger.

    Ich such doch gar nicht nach Perfektem
    wäre glücklich schon auch mit dem Guten.
    Glücklich macht für mich auch auszuloten
    welche Möglichkeiten in mir stecken…

    ©AntonYm 2017

  13. Was soll in diesem Land denn noch abgerissen werden, was nicht ohnehin schon abgerissen oder schwer beschädigt ist? (Wir leben nun auch bereits als bekennende nicht behebbare Wasserschädenbürger…)

    (In meiner Kindheit waren die Unwetterauswirkungen im Sommer bestimmt das zehnfache wie heute, wenngleich auch heute sehr viele Möglichkeiten dazu verbaut sind…)

    Ansonsten finde ich diesen Beitrag sehr historisch getroffen und damit auch wichtig.
    Vor allem aber beschreibt er den politisch so gewollten Untergang der SPÖ, wie sie zu Kreiskys Zeiten war und vermutlich eben deshalb eine absolute Mehrheit hatte… – Normalerweise kann man gar nicht so blöd tun, wenn man wirklich keine soziale Parei ist, dass man keine Mehrheit in diesem Land zusammenbringt…

    • @Dealer
      Die Hofburg könnte man noch abreißen. Dieses sündteure “Relikt aus dunkeln Zeiten” dient halt eh bloß noch als Hundshütte für das stumme Wirtschaftswunder. Das Keisky halt auch lieber Geld zum Macherhalt brav verteilt hat, wird von dessen Klientel nur zu gerne vergessen. Und Babler glaubt ernsthaft mit den paar Kröten zwei neuer Steuern das Land retten zu können.

      • @Prof. Kerner Wogler 11:53
        Ja, da haben sie leider recht.
        Ein guter Vergleich auch für die Qualität unseres abgehalfterten BP?
        Auch wenn Kreisky das tat, brauchten die Massen in diesem Land am bisher seit dem zweiten Weltkrieg am wenigsten “Hunger” zu leiden, oder sich in ihrer Existenz zu fürchten – bitte vergessen sie das nicht?

        Der Babler ist nur das Ergebnis vom Mafiakern der Roten, welche sämtlich als Millionäre schon lange ausgesorgt haben und das vermutlich eben nicht ganz gratis und auch dafür weiterhin zu Dienst stehen müssen? (Auch was dieses Pädoösterreich anbetrifft bleiben dies wachsam und haben alles weiter fest im Griff…)

        Doskozil wird vermutlich erst im nächsten Anlauf das Ruder in die Hand kriegen, wenngleich es dann auch ohnehin schon zu spät sein wird?

  14. “Es war einmal … “, dieses moderne Märchen von Peter Pilz ist eine grausame und deprimierende Erzählung ohne Happy End.

    Aber leider sehr realistisch!

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