Montag, März 4, 2024

Ausnahmezeiten und Auszeiten

Besinnliche Weihnachten, während die Welt in den Abgrund blickt? Wenn der Weihnachtsirrsinn langsam nachlässt, ist so ein Atemholen und Innehalten wieder einmal notwendig.

Weihnachten naht. Die Engel stoßen in ihre Trompeten. Leider auch dieser eine, dessen Trompete man nicht so gerne hört. Die Welt steht in Flammen wie ein trockener Weihnachtsbaum. Die Welt steht Kopf wie eine unkontrolliert eskalierende Weihnachtsfeier.  Keine Weihnachtspause in diversen Kriegsgebieten, keine Einsicht diverser Autokraten, keine Atempause für die Zivilbevölkerung.

Luftholen in Rauch und Schwaden statt Besinnlichkeit zwischen Christbaumschmuck und heißem Punsch. An diversen Grenzen frieren Neugeborene, die hoffentlich wenigstens eine Krippe zur Verfügung gestellt bekommen und hoffentlich auch nicht von allen guten Geistern verlassen sind. Denn viele, die flüchten, sind von diesen verlassen, sonst wären sie ja nicht auf der Flucht. Zu viele werden sich jetzt zu Hause versammeln und Weihnachtslieder singen, während die draußen leider die draußen Gebliebenen bleiben sollen.

Brüchiger Friede

Der Terroranschlag der Hamas hat viele Friedensaktivisten und Friedensaktivistinnen verunsichert und erschüttert, manche zweifeln ihr Lebenswerk sogar an. Es ist verständlich, aber auch so schrecklich traurig. Die Konfliktherde wärmen sich erst so richtig auf, statt abzukühlen. Das einzige, das weiterhin kühl ist, sind die Verhältnisse der Supermächte USA und Russland, es ist wieder ein kalter Krieg, der einseitig bereit wäre, zu einem heißen zu werden, weil es nichts mehr zu verlieren gibt für den einsamen Zaren im Kreml.

Das Ende des Dazwischenseins

Und dennoch: gerade in solchen flammenden Zeiten ist ein Rückzug ins Private manchmal heilsam, ein Rückzug zu den duftenden Honigkerzen und kleinen Porzellanschälchen voller Kekse, es ist kein Verrat, sich auch einmal zurückziehen zu dürfen. Im Gegenteil, so ein Atemholen ist sogar notwendig, um Kraft zu tanken für alles weitere. Es wird ja absehbar ein Ende haben, dieses schwerelose Dazwischensein. Das Ende der Weihnachtszeit hat aber auch noch etwas Gutes: no more Bodenpizzas vor diversen Standeln, keine schwankenden Gestalten im Winternebel, Rudolph the rednosed reindeer hat auch wieder Sendepause und, last but not least, no last christmas!

Titelbild: Miriam Moné

Julya Rabinowich
Julya Rabinowich
Julya Rabinowich ist eine der bedeutendsten österreichischen Autorinnen. Bei uns blickt sie in die Abgründe der Republik.
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45 Kommentare

  1. Ausnahmezeiten und Auszeiten
    Liebe Mitglieder des ZackZack Forums,
    ich möchte mich ganz herzlich bei euch allen für die vielen Textbausteine bedanken, die ihr mir zur Verfügung gestellt habt. Ich habe sie für die Programmierung meines Chatbots verwendet und sie haben mir sehr geholfen, den Chatbot zu einem echten Gesprächspartner zu machen.
    Die Textbausteine sind sehr gut geschrieben und decken eine breite Palette von Themen ab. Sie sind auch sehr flexibel und können leicht an die Bedürfnisse des Chatbots angepasst werden.
    Ich habe die Textbausteine immer wieder gerne verwendet und sie haben mir sehr viel Arbeit abgenommen. Ich bin sehr dankbar für eure Unterstützung und hoffe, dass ihr auch weiterhin so viele wertvolle Beiträge ins Forum einbringen werdet.

  2. bmtwins 11.52: Also was mich betrifft kann ich ihre Gemütsverfassung gänzlich nachvollziehen. Nur muss ich dagegenhalten dass die Berichterstattung , zumindest die vom ORF, gar nicht so einseitig ist und sehr wohl ausführlich von Kriegsverbrechen und irrationaler Gewalt von Seiten Israels berichtet wird. Seltsam nur dass dies nur wenig Einfluss auf das vorherrschenden Narrativ, das jegliche Kritik an Israel gleich Antisemitismus darstellt, hat. Es ist wohl unübersehbar dass sich unsere Regierungsvertreter da ein politisch moralisches Feigenblatt umhängen und versucht sind – wie bereits in allen Belangen- unsere Meinungs und Werthaltung zu kontrollieren. Das Naheverhältnis der türkisen Regierungsmannschaft zu Netanjahu und ihre Phobie gegen muslimische und sämtliche linke Einflüsse tragen da wohl ihre Früchte. Auch hier sind wir Ungarn wohl schon näher als vielen von uns lieb ist.

  3. @bmtwins
    In Deutschland gibt es heute Morgen eine Razzia gegen Hamas Unterstützer
    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verwies am Morgen auf eine „Nähe zwischen Antisemiten und Linksradikalen“. Sprecher Benjamin Jendro: „Es ist kein Geheimnis, dass es im linksextremen Spektrum unterschiedliche Meinungen zu Palästina und auch Sympathien für die Hamas gibt. Dafür kann es in unserer freiheitlich-liberalen Demokratie keinerlei Raum geben.“

    • Möchte darauf hinweisen dass es im allgemeinen Spektrum unterschiedliche Meinungen im Nahostkonflikt gibt, ob es dem uns aufgedrängten Narrativ zu dem Thema nun passt oder nicht. Dass große Teile der Exekutive – vorwiegend im deutschsprachigen Raum- hier wieder eine Gelegenheit erkennen der “linken Szene” und unterschwellig gar der gesamten linksgerichteten Bevölkerung, amoralisches und sogar strafbares Denken und Handeln zu u u unterstellen, überrascht keineswegs. Die Offensichtlichkeit dass Antisemitismus naturgemäß im rechten Spektrum angesiedelt ist, wird vom Hrn. Jendro bewusst negiert um nicht den Anschein zu erwecken dass gegen rechte Vorfeldorganisationen ebenso vorgegangen werden muss. Der denkt sich vielleicht dass deren gelebte Islamphobie als Alibi gewertet werden kann.

      • Es muß dabei klar differenziert werden, wenn man die jahrzehntelange provokative Politik Israels gegen die Palästinenser kritisiert, die auch Ursache für die Eskalation der Gewalt ist, gibt es dafür viele gerechtfertigte sachliche Argumente.
        Klar muß aber auch sein, daß die Hamas, so wie der IS radikal fundamentalistische Terrororganisationen sind.
        Wenn hier einer, diffamierend, den aktuellen, alternativlosen Krieg gegen die Hamas als „Geisel-Befreiungsaktion“ darstellt, ist er definitiv ein Leugner der Tatsachen für die Ursachen dieses Krieges.
        Leider gibt es im allgemeinen politischen Meinungs-Spektrum auch Leugner des Holocaust! Diese Form der Grenzüberschreitung wird derzeit von Hamas Unterstützern, gewaltsam radikal, in die Österreichische Gesellschaft getragen!

        • nur zur Info – bin weder Holocaust Leugner noch linksradikal, ich habe auch nie bestritten, dass die Hamas eine Terrororganisation ist. es ist jedoch nach wie vor die Berichterstattung sehr einseitig, und es wird lediglich der Hamas vorgeworfen UNO Resolutionen zu ignorieren, das tut aber auch Israel! und wenn man den Faden weiterspinnt – wie würden sie die radikalen Siedler im Westjordanland bezeichnen?

          • Der Nahostkonflikt schwelt ja schon seit einer gefühlten Ewigkeit und ist halt jetzt endgültig eskaliert, wie das so oft der Fall ist bei solchen Dingen. Warum kann man sich nicht einfach die simple Frage stellen, was die Menschen daran hindert, friedlich miteinander oder wenigstens nebeneinander zu leben, anstatt zu erörtern wer dem anderen was angetan hat. Für mich sind Nationalismus und missionarischer religiöser Eifer in den Köpfen der Menschen das Grundübel und eines ergibt dann eben das andere. Ein Unrecht ergibt dann das andere. Die Gründe sind immer die selben, eine Unfähigkeit Menschen die anders leben und glauben, ja sogar Menschen die anders lieben zu akzeptieren. Warum wir das nicht können? Weil keiner gerne sein eigenes Weltanschauungskonstrukt zum einstürzen bringt. Es gibt im Nahostkonflikt keine Schuldigen mit Ausnahme der Terroristen und selbst sie sollen ja mehrheitlich unter Drogen gestanden haben (womit vermutlich auch deren perverse Grausamkeit erklärbar ist). Das ganze Desaster ist halt menschliches Versagen.

    • @hr.lehmann
      Der Sprecher der GdP hat sich konkret zur Razzia geäußert. Nicht mehr und nicht weniger!
      Im Gegensatz zu uns befindet sich der Polizeisprecher nicht in einem Chat, in dem permanent Seifenblasen in die Welt geblasen werden, mit dem Anspruch und dem Irrglauben, in jeder Blase die Welt erklären zu müssen.

      Das schöne an manchen Sprechblasen im Chat ist, daß sie wie Seifenblasen schon nach kurzer Zeit platzen. Die Lebenszeit mancher Blase läßt sich im Chat mit leichter Stichelei auch verkürzen. Meist tritt dann ihre Häßlichkeit noch deutlicher zu Tage.

      • Alles klar, sind offensichtlich die Pferde wieder mit mir durchgegangen und habs zu verallgemeinert 🙄. Tatsache ist aber dass die Polizei in Deutschland und bei uns -für mich gefühlt wohlbemerkt- keine Gelegenheit auslässt “politisch links” für staatsfeindliche Umtriebe verantwortlich zu machen. Dies gleich gewichten mit Rechts würde bedeuten sich selber schmerzlich zu reflektieren. In dieser Causa die sie anführten triffts vielleicht nicht so punktgenau, muss ich einräumen. Hat aber aus “linker Sicht” nicht so sehr mit Antisemitismus zu tun. Viel mehr mit Kritik an menschenrechtsverletzender Politik Israels. Antisemitismus ist mMn.nach wie vor ein Grundpfeiler rechter Weltanschau. Apropos: Ausdruck von Meinung und Empfindung ist nicht immer gleich Behauptung mit Anspruch auf Wahrhaftigkeit 😉

        • Präzisierend hätte ich wohl erwähnen sollen, daß sich die Razzia konkret gegen die links-feministische Frauengruppe „Zora“ richtete! Also wieder mal kein Grund einer Bedauerung Ihrerseits.
          Stellen Sie sich vor, da müßte bei meinen Posts am Ende jedes Einzelnen, immer ein BEIPACKTEXT des Bedauerns angefügt werden, das wäre dann wahrscheinlich noch eine Provokation.

          • In Bezug auf den in Österreich gedämpften Rechten Antisemitismus verweise ich auf die Erzählungen der Brüder Grimm. Nicht nur der Wolf fraß Kreide um die von ihm anvisierte Zielgruppe zu täuschen!

        • Ich möchte klarstellend ergänzen, daß der Sprecher der Polizeigewerkschaft, der kein Polizeisprecher ist sondern ein Gewerkschaftssprecher, wesentlich mehr gesprochen hat, als zur Razzia. Zu dieser hätte er auch als Gewerkschaftssprecher wenig sagen dürfen. Er hat sehr allgemeine Wertungen abgegeben. Geschielt zitiert hier auch bloß solche allgemeinen Wertungen und Beurteilungen. Kein einziges Wort zur Razzia.

    • Ich darf ihr Posting vom vorheringen Beitrag, wo es nicht mehr möglich ist zu posten hier einkopieren:

      “Geschobelt 18.12.2023 Um 23:07

      Wundern Sie sich nicht, wenn Sie schon in Kürze nichts mehr von mir hören werden. Tatsächlich ziehe ich mich mit Jahresanfang ins 17. Jahrhundert zurück, aus dem sich der Bogen der Vergangenheit in die düstere Zukunft Europas spinnen wird.”

      Dann wären sie leider nicht der erste, welcher hier zumindest eine zeitlang vernünftig und höflich kommunzierend postet.
      Schade, aber Danke für ihre Beiträge, welche zumindest mich entweder zum Denken anregten, aber mich auch sehr oft in meiner Sicht bestätigt haben.
      (Ich würde mich aber auch sehr freuen, wenn sie mir ihr Ergebnis zum geplanten Einlesen in der aktuell gültigen Whistlblwoerrichtlinie noch bekannt geben würden? – Aber nach dem auch das frech als Informationsfreiheitsgesetz titulierte neue Gesetz – Österreich ist schon lange das einzige europäische Land wo es das überhaupt noch so gibt – auch erst Anfang 2025 nun kommen SOLL, kann ich mir nicht vortellen, dass bis dorthin auch nur überhaupt ETWAS passieren und kommen wird, um zumindest die Chance zu haben, wieder aus der Wahldemokratie herauszukommen?)

  4. Es ist schon heuchlerisch Palestina in keinem Wort zu erwähnen. Wenn man die Hamas erwähnt, muss man auch mehr dazu sagen.

    Hätten Sie es nicht erwähnt, gut, kann man ihren Text so stehen lassen. So zeigt es die Scheinheiligkeit nur noch besser auf in der wir leben.

    Danke dafür, ansonsten sehr oberflächlich 👋

    • Es fällt mir persönlich auch eher schwer, übergroßes Mitleid mit den Palästinensern zu haben, nach dem was die Hamas getan hat. Zum einen weil die Hamas deren gewählte Vertretung war, zwar sicherlich durch Wahlbetrug, trotzdem kann man vermutlich nicht behaupten, dass diese Terrororganisation im Gazastreifen keine Anhänger in der Zivilbevölkerung hatte und vermutlich immer noch hat. Büßen müssen halt leider jetzt jene, die nichts mit Politik zu tun haben, die Kinder. Aber ist es nicht in jedem Konflikt so? Lernen kann man daraus höchstens, dass jegliche Art der Radikalisierung unweigerlich zu einer Katastrophe führt. Es wäre gut, wenn man das in der arabischen Welt beherzigen würde, statt einem fatalen Ideal von Märtyrertum anzuhängen. Auch Europa geht diesbezüglich leider nicht mehr mit gutem Beispiel voran. Auch hier ist Radikalität zu einem probaten und geduldeten politischen Mittel geworden, ebenso wie in den USA usw. Ein weltweitetes Phänomen, das uns bestimmt noch viel Leid oder vielleicht sogar den Untergang bescheren wird, die Mittel dazu haben wir ja.

        • In einem kriegerischen Konflikt von Menschenrechten zu sprechen oder selbige einzufordern halte ich für eine Illusion. Eine schöne Träumerei, die mit der Realität eines bewaffneten Konfliktes nichts zu tun hat. Wer solchen Illusionen anhängt weiß nicht was Krieg ist. Deshalb meine Warnung davor, einen bewaffneten Konflikt überhaupt erst heraufzubeschwören! Und Radikalisierung ist zweifelsohne der größte Kriegstreiber! Und dabei ist es auch völlig egal aus welchem Grunde sie erfolgt, am Ende steht immer die Katastrophe. Es ist deshalb auch wenig hilfreich, eine vorangegangene Verletzung der Menschenrechte als Legitimierung für Radikalisierung zu sehen. Der Mythos vom unterdrückten Volk das sich wehrt ist gefährlich, führt zu Nachahmern und befeuert das Märtyrertum.

          • Gut “Legitimierung” ist eine Unterstellung, die ich nicht auf mir sitzen lasse. Aber manche Kausalitäten sind nicht zu leugnen oder ignorieren. Dadurch gehen sie nicht weg.
            Die “vorangegangene Verletzung der Menschenrechte” geschah auch im Krieg? Wie ist Ihre Meinung dazu oder wollten Sie bewusst meiner ursprünglichen Frage ausweichen? Die Frage mit dem Mitleid war doch ganz allgemein formuliert…

        • @Danielle Durand: Sie wollen von mir hören, dass die Israelis den Palästinensern seit Jahren schlimme Dinge antun? Warum? Um einen Konflikt noch mehr zu befeuern?

          • Nein. Ich will es nicht von Ihnen hören. Ich bin sehr erstaunt, daß Sie der Relativierung der Menschenrechte anhängen. Bisher war das hier bei uns rechte Domäne.

            Ich bezweifle auch, daß das Benennen von Unrecht einen Konflikt befeuert im Gegensatz zu Verschweigen von Unrecht, das genau was bringt? Eine Freifahrkarte für den Täter. Und ja, sie tun ihnen schlimme Dinge an. Und das zeitigt Folgen.

        • Dass ich die Menschenrechte relativiere ist eine Falschinterpretation. Ich habe nur auf die nüchterne Tatsache hingewiesen, dass es eine Illusion ist, einen Krieg menschenrechtlich unbedenklich zu führen. Ist ja auch ein Widerspruch in sich. Außerdem habe ich angeführt, dass mich die Taten der Hamas so derartig abstoßen, dass ich mich momentan schwer damit tue mit einem Volk solidarisch zu sein, dass solche Dinge hervorgebracht hat.

      • Hallo baer! Möcht dir nicht zu nahe treten doch überrascht es mich dass du hier von Mitleid schreibst. Ein jeder Mensch, ob nun Kind , politisch orientierter Erwachsener oder gar Kämpfer wie Soldaten, verblendet oder indokriniert, der diesem Wahnsinn zum Opfer fällt, ist einer zu viel. Da ist eher Verzweiflung die adäquate Empfindung. Auf großes Unrecht, an Menschen begangen, obs nun um geraubte Freiheit geht oder um physisches Leid, folgt unweigerlich weiteres begangenes Unrecht. Die Gewaltspirale dreht sich unaufhörlich und einzig Kriegstreiber und deren Unterstützer ziehen daraus ihren Profit. Dass die palästinensische Bevölkerung, deren Perspektive auf naturgegebene Entfaltung kaum mehr erkennbar ist, jede Volksvertretung als Hoffnungsträger ausmacht die eine Illussion einer besseren Zukunft vermittelt, ist nur allzu menschlich. Nur die wenigsten sehen dabei Terrorismus und umgesetzte Orgien der Gewalt als probates Mittel. Das Gleiche trifft natürlich auf die jüdische Bevölkerung israels zu, die um die Existenz ihres sicheren Hort fürchtet. Diese jedoch setzt sich auch schon in überwiegenden Maße für das Eindämmen von Krieg und Gewalt ein. Doch Warlords auf beiden Seiten befinden sich merklich im Rausch ihrer kriegerischen Machtausübung und träumen von einer “Endlösung”, wo am Ende wohl nur verbrannte Erde und Berge von Leichen übrig bleiben. Also wenn schon Mitleid angesagt ist, dann bitte eines mit dem Potential den Irrsinn zu stoppen und dies auf alle Opfer in diesem Konflikt verteilt ist.

        • Hallo lehmann, hab nirgends geschrieben, dass ich nicht verstehe, dass die Palästinenser die Hamas als Retter in der Not gesehen haben auch hab ich keinen Schuldigen in dem Konflikt benannt. Habe nur für mich reflektiert, dass es mir momentan schwer fällt Mitgefühl für die Palästinenser aufzubringen. Was vermutlich an den Gräueltaten liegt, die besonders den weiblichen Opfern der Hamas angetan wurden. Reflexion der eigenen Gefühle ist die Grundlage einen Konflikt neutral zu sehen.

          • Ja danke, find ich auch 😉 war wirklich gruselig -für uns – für viele Andere leider eine schreckliche Tragödie 😔

  5. Weihnachten 2023

    Der Christbaum heuer lustlos nadelt
    von heissen, trock’nen Sommern schon geschwächt
    Geschenke kleiner zwar – doch was den Ösi adelt
    dass Klimawandel wird mit Inflation geblecht
    eine Handvoll nur im Land frohlockt
    dem Bürger bleibt der Stacheldraht
    mit Immos, Burgen wird gezockt
    dazu den Mörtel und den Stein verdraht
    dir einer aus der Bourgeoisie
    vernetzt politisch “wos was i?”…
    … und niemand will die Folgen tragen
    unschuldsvermutet den gestellten Fragen
    dreist und feist nur mehr begegnet
    gelogen, wie’s den Weg zur Macht geebnet
    Arbeitslosigkeit durch Insolvenzen
    lichtern heuer auf Adventkränzen
    und Eltern weinen um gefall’ne Kinder
    ideologie-gemordet unbehindert…
    Kinder bestenfalls nur mehr geduldet
    verarmen blöd der Rücksichtslosigkeit geschuldet
    Bildung, Pflege ins Hospiz verbracht
    wo’s still wird in der heil’gen Nacht
    “Wir sind nicht schuld – und werden machen”
    weil Hoffnung trägt – versprochen Sachen
    die nie mehr wieder aufzuholen
    gestohlen weiter wird ganz unverhohlen
    Volkskultur und was nicht niet- und nagelfest
    “Alles Gute euch zum Weihnachtsfest!”

    • Werds meinen Liebsten zu heilig Abend vortragen. Danke dafür 🙂
      Noch angemerkt möcht ich ihnen, fern jeglicher Ironie, für diese Zeilen mein Kompliment aussprechen 👌

    • Schon im Staate Metternichs trieb der Zynismus manchen Künstler und Schriftsteller zu Höchstleistungen

      Verkauft’s mei G’wand, i fahr in’n Himmel!
      Ferdinand Sauter

      Einst anlässlich einer Gipfelbesteigung von Sauter ins Gipfelbuch des Schneebergs eingetragen, wurde er von einem Hofrat Metternichs deshalb angezeigt. Neuerliche Besteigung und Seite aus dem Gipfelbuch gerissen.
      ( heute würde man sagen geschreddert )

    • Danke, freue mich schon darauf, mit ihrem Gedicht einigen Fans des Weihnachtsfestes selbiges zu bereichern. Schließlich ist Weihnachten ja das Fest der Besinnung, also passt doch……..

  6. warum überrascht es nicht, dass in dem artikel mit keinem Wort Israel mit seinem Rachefeldzug gegen die Palästinensische Zivilbevölkerung erwähnt wird, denn von Geiselbefreiung kann schon lange keine Rede mehr sein

    • Zu ersterem hats vielleicht damit zu tun dass Befangenheit vorherrscht und oder die Tatsache dass Fr. Rabinowich öffentlich zu ihrer Meinung stehen muss, da sie nicht wie wir im Forum anonym ihre Meinung kund tut. (?) Zu Zweiterem gehts mMn. bereits viel mehr darum endlich “Nägel mit Köpfen” zu machen. Für diese Gelegenheit müssten die handelnden ProtagonistInnen, die da denken dass solche Probleme nur mit Gewalt zu lösen sind, der Hamas eigentlich dankbar sein. (Zynismus lass nach 🙈).

      • Jetzt haben sie bmtwins mit dem Hinweis auf Anonymität dermaßen verwirrt, daß er aus lauter Schreck seinen Usernamen abgestreift hat. Er hat sich ganz entblößt, siehe oben!

    • Wollen Sie Tote gegen Tote aufrechnen?
      Genauso gut könnte ich Ihnen jetzt vorwerfen, warum erwähnen Sie Putin nicht! Allein aus seinem Krieg gegen die Ukraine hat Putin mehr als 600000 getötete zu verantworten! Ich spreche von Menschen auf Beiden Seiten. Bezogen auf Putins Amtszeit hat dieser Millionen Menschen auf dem Gewissen. Wo bleibt da die internationale Empörung? Wo bleibt da die Empörung, allein in Bezug auf die Österreichischen Politiker. „Knix und küss die Hand und ein Tänzchen inklusive“
      Was unterscheidet Putin von der Hamas? Im Gegensatz zu Israel wurde Russland nicht aus der Ukraine attackiert. Denken Sie an Syrien, Tschetschenien, usw. …
      Im Gegensatz zu Ihnen schreibt Frau Rabinovic vom Zustand der Welt und dem Wunsch nach Frieden!
      Sie unterstellen einen Zusammenhang der nicht einmal angesprochen ist!
      Gehen Sie in sich und rechnen sie nicht Tote gegeneinander auf, denn die Menschlichkeit beginnt bei jedem Einzelnen. Das bedingt der Wunsch nach Besinnlichkeit und Frieden! Wir leben priviligiert und sind noch nicht unmittelbar von Krieg betroffen. Mit Anfeindungen schüren Sie an diesem Privileg, wie so viele, die von Haß getrieben sind und diesen in die Gesellschaft tragen.

    • Nachsatz zu ihrer fälschlichen Meinung, daß der Angriff Israels auf die Hamas der Geiselbefreiung dient.
      Die Zielsetzung dieses Krieges ist die Zerstörung der Hamas!
      Die israelischen Geiseln sind damit tatsächlich Opfer der Terroristen und Opfer dieses Krieges.

  7. Im Live-Ticker der bild 18.12.2023 – 17:34 Uhr
    Weihnachtsbaum à la Kiew
    Zwei Frauen posieren für ein Foto neben einem symbolischen Weihnachtsbaum, der aus verbrauchter Munition gefertigt wurde. Das Bild wurde in Kiew aufgenommen.

    Dieses Bild würde gut zu ihrem Artikel passen, es spiegelt die Fragilität „Unseres Weihnachtsfriedens“ und die groteske Welt, in der wir leben!

    • Ganz unten angestellt, kurz vorm Jahreswechsel auch eine konstruktive Kritik, mangels Dialog seitens der Redaktion

      Wird das ZackZack Paradoxon zum Ultimo ebentuell noch „Aufgedeckt“
      Die 3000 Club Mitglieder die für den Fortbestand von ZackZack ultimativ bis Ende Juli erreicht hätten werden sollen, dürften nicht erreicht worden sein. Wo bleibt diese Bilanz, ZackZack sollte auch diesbezüglich nicht Signa folgen.

      Siehe da, ZackZack lebt trotzdem noch irgendwie. Im Gegensatz zu Kogler und Co. könnte das Wahljahr wieder Hochkonjunktur für dieses Medium bringen. Die Hoffnung, in der wirtschaftlichen Rezession wie Phönix von der Thermik der heiß stinkenden Politlandschaft getragen zu werden ist durchaus real.

      Manchen Lesern fehlt, mangels Redaktioneller Kommunikation und dem nicht überzeugenden Marketingkonzept,
      „Medium in Not-Bitte Spenden“ jede Information zum Fortbestand dieses Mediums.

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