Donnerstag, April 25, 2024

Weihnachtswünsche

Alles, was man diesem Land für eine bessere Zukunft wünschen kann, ist der Mut zur Wahrheit. Denn in Österreich regiert die Fiktion und nicht die Realität.

Im Oktober war ich auf der Buchmesse in Frankfurt; ein Aufenthalt, den ich mir nur leisten konnte, weil ich in Mainz in einem Hotel abgestiegen und täglich nach Frankfurt gependelt bin. Die Zimmersuche in Frankfurt ergab, dass das billigste Einzelzimmer etwas über 400,00 Euro pro Nacht kostete. Das kann ich mir schlichtweg nicht leisten.

In Hotels bekommt man inzwischen überall dieselbe Antwort: Der Zimmerpreis variiert saisonal. Heißt auf Deutsch: Die gebotene Leistung hat einen fiktiven Wert. Zur Zeit der Buchmesse kostet dieselbe Leistung mehr. Das kann ein Autor mit seinen Lesungen und Diskussionsauftritten nicht machen. Mein Weihnachtswunsch: Ein Hotel, das fixe Preise hat.

Gegenstand der Spekulation

Es ist der Preis eines Hotelzimmers also Gegenstand der Spekulation. Kein Gegenstand der Spekulation, sondern der Verhandlung mit den Arbeitgebern, sind hingegen die Löhne der Menschen, die in diesen Hotels arbeiten. Ihnen gesteht man keine zehnprozentige Lohnsteigerung zu, während sich die Preise für Übernachtungen seit 2020 verdoppelt haben. Nun lese ich, die Lohnerhöhungen würden die Inflation anheizen. Die Menschen sollen also einen Kaufkraftverlust in Kauf nehmen und trotzdem zu Weihnachten mehr kaufen.

Schon immer waren mir jene Menschen suspekt, die in der sogenannten freien Wirtschaft etwas Vernünftiges und Regulierendes sahen. Es kann von ihnen nur zwei Arten geben: Diejenigen, die diesen Unsinn wirklich glauben. Und diejenigen, die schlichtweg eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wollen. Mein Weihnachtswunsch: Die Ein-Klassen-Gesellschaft.

Aufrüstung

Die Heuchelei, gleichzeitlich christlich und zugleich eine Wirtschaftspartei zu sein, zeigt sich am schönsten an der Diskussion um die Geschäftsöffnungen am 8. Dezember: Mariä Weihnachtseinkauf. Was können wir an Weihnachten Tröstliches sehen? Gar nichts, wir müssen uns den Trost selbst spenden. Unsere Gesellschaft ist drauf und dran, den Unterschied zwischen den Wohlhabenden und denen, die um ihr Überleben kämpfen, täglich größer zu machen. Dieselben, die das betreiben, beklagen sich dann darüber, dass die Gesellschaft gespalten sei.

Man hat nicht begriffen (oder man will gar nicht begreifen), dass gerechte Umverteilung der Schlüssel dazu ist, auch die Belastungen der Gesellschaft zu bewältigen. Wieder und wieder muss es gesagt werden, dass die Herausforderungen der Ökologie nur über gerechte Verteilung bewältigbar sind. Indem die Regierung Aktivistinnen und Aktivisten, die auf Probleme aufmerksam machen, als Terroristen abstempelt und wenn sie selbst kritisiert wird, eine Abrüstung der Sprache fordert, zeigt sie ihre Entschlossenheit, ökologische Probleme zu ignorieren. Mein Weihnachtswunsch: Die Aufrüstung der Sprache und zwar hin zu Präzision und Schlüssigkeit.

Selbsterkenntnis

Wer zu Weihnachten am Frieden interessiert ist, muss ihn auch selbst schaffen. Menschen machen Fehler. Fehler sind menschlich. Menschlichkeit bedingt aber auch, Fehler einzugestehen und nicht im Reflex der Selbstverteidigung anderen die Schuld dafür zu geben. Dazu braucht es nicht viel Fantasie. Es wäre schon fantastisch, wenn der Erste Nationalratspräsident dieser Republik seine Lage erkennt und der Demokratie nicht weiter schadet. Er könnte sein Amt zurücklegen und damit zeigen, was er unter Verantwortung versteht.

Jeder weiß, dass Sebastian Kurz, Wolfgang Sobotka und Christian Pilnacek in ihren Ämtern nicht für das Wohl der Republik, sondern für das Wohl ihrer Partei oder Person gehandelt haben. Dass man das nun nicht eingesteht, wird das Vertrauen der Menschen in die Politik nicht fördern. Man beklagt Vertrauensverlust? Daran sind die genannten Herren mitverantwortlich und auch ihre Mitstreiter, die zum Teil immer noch aktiv sind. Mein Weihnachtswunsch: Selbsterkenntnis.

Wahrheitsliebe

Unangreifbar wird man dann, wenn man selbstlos handelt. Man kann Elke Kahr für ihre Möbel kritisieren, oder dafür, dass sie einer Partei angehört, die das Wort Kommunismus in ihrem Namen führt. Aber für eines wird sie nicht kritisiert: für ihren Einsatz für Menschen, die Schwierigkeiten mit Mieten, ihrer Arbeit, der Arbeitslosigkeit oder andere existenzielle Probleme haben. Manche Menschen halten dieses Engagement für politisch unterstützenswert, andere nicht. An der Redlichkeit ihres Tuns aber zweifelt keiner.

Ich wünsche mir etwas: Das Gegenteil von Realitätsverweigerung. Ich habe lange nach einem Antonym für Realitätsverweigerung gesucht und keines gefunden. Ich nenne das, was ich mir Wünsche also Wahrheitsliebe. Die Leserinnen und Leser können aber dafür ihr eigenes Wort einsetzen. Ich wünsche Österreich Wahrheitsliebe. Es muss aber gar nicht Liebe sein. Schon das einfache Erkennen und Anerkennen der Wahrheit würde mir ausreichen. Doch davon sind wir weit entfernt.

Mut zur Wahrheit

Es ist schon klar: Wir Österreicher sind aufgewachsen mit der Hemmung, die Realität zu benennen. Das betrifft auch Generationen, die die übelsten Zeiten gar nicht erlebt haben und deren Ignoranz nicht aus dem Reflex der Selbstverteidigung hergeleitet werden kann. Vor einem Ländermatch der österreichischen Fußballmannschaft wird (die meisten erheben sich dabei von den Sitzen) I am from Austria gesungen. Dort heißt es in der ersten Zeile: Dei hohe Zeit ist lang vorüber. Was ist damit gemeint? Die Monarchie (also eine totalitäre Herrschaft)? Der Austrofaschismus? Die Nazizeit?

Was im Großen passiert, passiert auch im Kleinen: Vor wenigen Jahren wurden in der Presse vier Männer zu Göttern erklärt: Sebastian Kurz, René Benko, Wolfgang Sobotka und Christian Pilnacek. Wenn ich die Leistungen dieser vier Herren heute betrachte, wünsche ich mir eines: Wahrheitsliebe. Das hat nichts mit gerichtlichen Verurteilungen zu tun, sondern mit vernünftiger moralischer Einschätzung und Selbsteinschätzung. Letztere hat übrigens Heinz Christian Strache und Johann Gudenus nach der Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos zum Rücktritt bewogen. Ein Rücktritt – ein längst fälliger Rücktritt – des ersten Parlamentspräsidenten Sobotka erfolgt hingegen nicht. Österreich hat sich in diesen Personen getäuscht und sich täuschen lassen. Ob man der Realität ins Auge blickt oder nicht – sie bleibt die Realität. Unser Leben könnte besser sein, wenn wir mehr Mut hätten, diesen Blick nicht zu scheuen. Mein Weihnachtswunsch: Mut zur Wahrheit.

Titelbild: Miriam Moné

Daniel Wisser
Daniel Wisser
Daniel Wisser ist preisgekrönter Autor von Romanen und Kurzgeschichten. Scharf und genau beschreibt er, wie ein Land das Gleichgewicht verliert.
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23 Kommentare

  1. Ausgezeichnet recherchiert und gut zusammengefasst. Man müsste also glauben dürfen dass die Menschen in Österreich auf keinen Fall die ÖVP und auch keine FPÖ mit “Volkskanzler” – Ansage wählen?? Trotzdem laufen die “Massen” nach rechts? Was passiert gerade in Österreich, Europa, weltweit? Ich stehe fassungslos und ohne Antwort da. Ich hoffe das Beste und fürchte das Schlimmste.

    • Ich glaube nicht, das die Menschen nach Rechts laufen, sondern eher von diesem gelebten und perfid versteckten Faschismus auf und davon?
      Auch ich hoffe das Beste und befürchte noch immer das Schlimmste was vor allem mit und durch diesem aktuellen SYSTEM noch alles weiter passieren wird.
      Irgendetwas müssen die Menschen ja dagegegen unternehmen? – Wo aber war und bleibt die SPÖ? – Bitte dazu nach Wien schauen – dort ist es am meisten in diesem Land zum Fürchten, vor allem was die Korruption und Freunderlwirtschaft anbelangt…

        • Wie ich in diesem Forum schon oft kundtat ist es für mich stets wichtig immer wieder neu dazu zu lernen.

          Aus diesem Grund wäre ich ihnen sehr verbunden, wenn sie mir ihre Interpreation meiner Ausführungen noch ein wenige detaillierter darlegen könnten?

          – Vor allem was sie mit rechtsextremen Links genau meinen?
          – Aber auch, warum sie mich plötzlich in dieses Eck stellen wollen?

          • Sie haben beim letzten Artikel von Rabinowich einen Link zu einem rechtsextremen Medium gepostet. Samui hat Sie schon richtig eingeschätzt, seinerzeit.

          • @Danielle Durand 17:00

            Habe nun bei Rabinovic nachgeschaut und dort gesehen, dass ein Posting von mir “noch auf die Moderation wartet”?

            Hatte das aus den Augen verloren und ist mir dazu aber noch in Erinnerung, dass “Geschobelt” hier über viele Textbausteine von den Postern bedankt hätte…
            Ich habe das nicht verstanden und hier nachgefragt und dazu einen Link über eine KI Interpretation eingepostet, welcher mir auf meinem Handy zu diesem Thema zugeschickt wurde…

            Meinen Sie das und wenn ja, verstehe ich das nun noch weniger? – Wie aber schätzt mich denn ihr Herr Samui ein?
            Hoffentlich ist er kein Linksextremer und damit blind geworden für die Menschen in der Mitte?

          • @Danielle Durand 21:26

            Danke für diesen Link!
            Nein, das wußte ich nicht. Ich habe mir nur diesen Bericht über KI angeschaut und fand ihn eigentlich aussergewöhnlich gut und sehr informativ und stehe deshalb nun irgendwie im Zwiespalt…

            Viellleicht könnten sie sich diesen Beitrag auch einmal ansehen und mir dann ihre Sicht darauf geben, vor allem was sie hier rechtsextrem befinden würden? – Ich scheine hier wohl wahrlich nicht dazu in der Lage zu sein das zu erkennen? – DANKE

  2. Alles, was man diesem Land für eine bessere Zukunft wünschen kann, ist der Mut zur Wahrheit. Denn in Österreich regiert die Fiktion und nicht die Realität.

    Das Problem ist nicht nur die korrupte Politik, Huren der reichen, sondern die Justiz die nicht nur zusieht sondern alles tut das sich nichts ändert….
    Nur durch eine korrupte Justiz können die Huren der reichen ungehindert ihre kriminelle Politik weiterführen….

    • Ja ganz genau so ist es und seit der Jahrhundertjustizreform sowieso.

      Aber die eigentliche Korruption sind die Fälle, welche “derschlogn” werden wo die große Kohle fließt und eben floss?
      Hier ist das gesamte System über Jahrzehnte hinweg schwer angefüttert.
      Zuerst beobachtet man einmal nach Anzeigen welche man immer nach Paragraph 35c des STA Gesetzte umgehend einestellt. Wenn dann irgendwann etwas doch hochkocht und dort auch ein gutes und vor allem ertragswertes Korruptionspotential vorliegt, dann setzen plötzlich die sonst schweigenden Medien ein und machen diese Fälle wirklich teuer…

      Dann irgendwann hört man entweder überhaupt nichts mehr, oder es wird alles eingestellt, oder eben “derschlogn!”, oder es kommt zu Freisprüchen und manchmal sogar zu Verurteilungen, welche dann über viele Jahre hinweg nicht rechtskräftig werden, bzw. es Konsequenzen für diese Täter daraus gibt (letztes Beispiel KHG) – Aber auch findige “Jäger” sind hier oft die Initatoren und dann ganz plötzlich verschwinden auch diese von dieser Bildfläche… – vermutlich das ertragreichste Geschäft in dieser Republick und möchte ich diese “Planierungssummen” seit dem Beginn dieser Justiz gerne einmal kennen?

  3. Die Wahrheit zum Tod von Herrn Sektionschef?
    Die Wahrheit zu seinen Weisungen auf Basis der noch immer nicht enden wollenden Jahrhundertjustizreform?

    Wer soll diese Wahrheit aber finden?

    – Diese Kommission muss sich ja selber prüfen? Seit Jahren müssen diese das wissen und haben trotzdem zugeschaut und nun sollen diese sich bei ihren untranspartenten Prüfungen (zumindest die Whistlbloweranzeigen müsste die Öffentlichkeit kennen…) auch noch selber belasten und sind auch noch nach wie vor nicht unabhängig, sondern die Berater der Justizministerin selbst die hier damit prüft?

    • Bei der Justiz….die rührt keinen Finger und will gar nicht und das beginnt bei Zadic….

      Justizministerin Alma Zadic versucht im letzten Moment, die Koalition durch eine „Untersuchungskommission“ zu retten. Sie weiß, dass die Staatsanwaltschaft von Amts verpflichtet ist, Offizialdelikte wie den Amtsmissbrauch zu verfolgen. Die Zadic-Kommission wird auch hausintern als unverbindliche Ablenkung von zielgerichteten Ermittlungen gesehen.

      https://zackzack.at/2023/11/23/staatsanwaltschaft-wien-pruft-anfangsverdacht-sobotka#comment-319442

      Wann steht sie endlich vor Gericht….sie ist das problem.

      • Ganz genau so seh ich das auch!

        Ich kenn Fälle wo auch sie mit ihren Weisungen “derschlogn” hat und bin schon gespannt, ob es diese Weisungen überhaupt offiziell gab. Dazu hat sie bisher aber noch immer nicht einmal ihre Weisungen von 2021 bisher offen gelegt. (Welch böser Beamte verhindert das wohl?)

  4. Was wir brauchen ist eine Abkehr von dieser ausufernden “freien Marktwirtschaft”. Weltweit werden Umsätze in astronomischen Höhen gemacht die jedes Jahr wieder aufs neue übertroffen werden, pervers hohe Vermögen werden angehäuft, die Umwelt wird in aberwitziger Weise ausgebeutet und trotzdem ist für die Aufgaben die ein Staat für das Allgemeinwohl zu leisten hat kein Geld da. Die Lage ist so schlimm, dass die öffentliche Hand in vielen Ländern mittlerweile ganze Stadtteile, Straßenzüge und Plätze privatisiert um sich die Erhaltungskosten zu sparen. Kein Wunder, die Politik wird weltweit von reichen Spendern gekauft und Österreich ist da keine Ausnahme. Wenn hier nicht endlich ein Riegel vorgeschoben wird in Form einer Besteuerung großer Vermögen und Beschränkungen von Spekulationen, wird das nicht gut ausgehen. Aber dazu müsste man erst einmal aufhören mit dieser hündischen Verehrung von Großkapitalisten. Das wäre wesentlich besser, als ständig irgendwelche Klimaaktivisten, Tierschützer oder Flüchtlinge dem frustrierten Volk zum Fraß vorzuwerfen, was ja mehr als prächtig funktioniert. So gesehen habe ich schon den Eindruck, die Menschen lassen sich sehr gerne belügen, weils bequem ist. Das ist auch der Grund, warum ich mich mittlerweile gelegentlich selber darin versucht sehe, aus dieser vorherrschenden Mischung aus Ignoranz, Bequemlichkeit und auch an Dummheit grenzender Einfalt einen persönlichen Vorteil zu ziehen. Wäre vielleicht sinnvoller, als zu versuchen Blinden das Sehen beizubringen. 🙄

  5. Gesucht wird ein Antonym (sic!) zur inzwischen inhärent volkskulturellen, österreichischen Realitätverweigerung? Im Ambiente eines dekadent revisionistischen Operettenstaates mit opulent fremdenverkehrstauglich trappierten Aufputz??

    Wie wäre es zB mit “Eskapismus”?

    | Eskapismus, auch Realitätsflucht, Wirklichkeitsflucht oder Weltflucht, bezeichnet die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder MÖGLICHEN besseren Wirklichkeit. Der Begriff wird in der Psychologie sowie der Bildungssprache meist negativ verwendet. Eskapismus wird als eine Fluchthaltung oder Ausbruchshaltung, als bewusste oder unbewusste Verweigerung gesellschaftlicher Zielsetzungen und Handlungsvorstellungen verstanden. |

    Das (auch politische) Kabarett und die darstellende Kleinkunst bedienen sich im Vergleich dazu im Gegenteil (Antonym) aber sehr erfolgreich in mehr oder weniger eskapistisch überzogen pointierter Darstellung, den oftmals nur allzu menschlichen “Realitäten” (zB in übertragen öffentlicher Staats-Verantwortung) in Humor gewandet / verkleidet wenigstens unterhaltsam erträglicher zu begegnen… 2 jeweils angezettelte, verlorene Weltkriege und die systematisch verweigerte wahrheitsgetreue Aufarbeitung ebneten u.a. diesen eskapistischen Nährboden – und erlaubt bequemerweise auch noch stetig vorhandene Restaurierungsbemühungen… (“Der Herr Karl” ein weltweit unerreichter Proto- / Archetyp, wie ihn nur Österreich hervorbringen, definieren kann…)

    | In der Medienpsychologie gilt Eskapismus als wichtiges Motiv der Mediennutzung. Nach der „Eskapismus-These“ werden Medien sowohl zur Befriedigung affektiver Bedürfnisse (Eskapismus) als auch zur Befriedigung kognitiver Bedürfnisse (Wissenserweiterung) herangezogen. In diesem Ansatz wird der Medienkonsument nicht mehr als Rezipient und reiner Reizempfänger nach dem Stimulus-Response-Modell untersucht, sondern seine Motivation. In der Medienforschung wird Eskapismus dem Uses-and-Gratifications-Ansatz zugeordnet, das heißt, Medienangebote werden als Mittel der Alltagsflucht selektiert. |

    No, solcherart Definition ist mEn zur hierzulande flächendeckend korrumpierten Medienmainstream-Landschaft 1:1 anzuwenden / zu übernehmen…

    Ultima Ratio: Eskapieren erscheint für Sobotka abwärts entschieden pragmatischer / lebensnaher, als “es kapieren”, dass “die Wahrheit” NICHT MEHR nur von einigen Wenigen um- oder neu-geschrieben werden könnte.

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