Donnerstag, Mai 23, 2024

Benko, Komplizen und Opfer

Hypo-Haider, Grasser-Schüssel, Benko-Kurz – es passiert immer wieder. Von Bankenaufsicht bis Zeitungen kann man sich bei Österreichs Kontrolle auf eines verlassen: dass sie versagt.

Es gibt die Geschichte vom Wilderer, der am Waldrand vom Jäger gestellt wird. Der deutet auf das Reh über der Wilderer-Schulter. Der Wilderer, entsetzt: „Jessas, a Reh!“ So entdecken jetzt plötzlich viele den Benko auf ihren Schultern. Nur – im Gegensatz zum Wilderer haben sie ihn nicht geschossen, sondern gehypt.

Viele Komplizen, ein Zwilling

Allein hätte Benko sein Kartenhaus nie aufbauen können. Seine Komplizen saßen in seinen Aufsichtsräten, an den Spitzen der Banken, in Finanzministerium und Finanzmarktaufsicht, in Parteien wie der ÖVP und in den Chefetagen von „Kurier“ bis „Presse“ und vielen anderen Zeitungen. Seine rechten Hände  – das waren die verlässlichen Aufsichtsräte Alfred Gusenbauer, Ex-Raiffeisen-Bankchef Karl Sevelda, Ex-Unicredit-Chef Karl Samstag und Susanne Rieß-Hahn; Finanzministeriums-Sektionschef Eduard Müller, der als „Edi“ einiges richtete; Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek und seine OStA-Chefin, die Benko-Verfahren wie das rund um das „Chalet N“ am Arlberg „daschlogn“ ließen; und Thomas Schmid, der gleich unter dem Finanzminister alles für Benko richtete.

Sebastian Kurz war Benkos Zwilling in der Politik und damit mehr als eine Hand, die die andere wäscht. Beide standen an der Spitze ihrer Häuser, die sie Karte für Karte hoch gestapelt hatten. Dazu kamen die Mitläufer, die Groupies, die sich beim Törggelen drängten und Benko Kastanien und Erfolgsgeschichten aus der Hand rissen.

Sand in den Augen

Heute, wo Benko am Boden liegt, durchschauen ihn alle. Aber im Oktober 2020 waren sie blind, taub und begeistert. Damals veröffentlichte der Innsbrucker Universitätsprofessor Leonhard Dobusch bereits alles, was man über Benkos brandgefährliche Spekulationen wissen musste. Dobusch zeigte, wie Immo-Werte aufgeblasen wurden, damit neue Karten für das wackelige Benko-Haus gekauft und Hunderte Millionen ins Privatvermögen verschoben werden konnten.

Quelle: Twitter vulgo “X”

Wer es wissen wollte, musste nur lesen. Statt dessen wurde Sand in die eigenen Augen gestreut und mitgejubelt.

Die erste Frage

Das ist die erste Frage, die noch offen ist: Warum haben von Bankenaufsicht bis Zeitungen und ORF alle versagt? Warum ist keine einzige Bremse rechtzeitig gezogen worden? Warum passiert das in Österreich immer wieder – bei Hypo und Haider, bei Grasser und Schüssel, bei Benko und Kurz?

Warum sitzt Eduard Müller als Beschuldigter Nr. 12 im großen CASAG-Verfahren der WKStA noch immer an der Spitze der Finanzmarktaufsicht? Warum ist für „Kurier“-Chefredakteurin Martina Salomon auch heute am Sonntag der Kurz-Absturz noch immer ein „erzwungener Abgang“? Warum können Jubel-Journalisten nach wie vor mit staatlicher Presseförderung und Regierungsinseraten alles, was türkis schillert, schönschreiben?

Verlorenes Pensionsgeld

Die Milliarden, die bei Benko investiert und verloren wurden, haben sich nicht in Luft aufgelöst. Sie finden sich im Privatvermögen von Benko und seinen Komplizen – und in den roten Zahlen der kleineren Anleger.

Das deutsche „Manager-Magazin“ beschreibt die erste Verlierergruppe: „Verwalter von Betriebsrenten und berufsständischen Pensionskassen haben das Geld ihrer Mitglieder mit hochriskanten Bauprojekten verspekuliert.“ Damit private Pensionskassen ihren Verpflichtungen nachkommen können, mussten sie schon vor dem großen Inflationsschub rund vier Prozent Rendite erwirtschaften. Die Privatisierung des Pensionssystems zwingt zur Spekulation.

Nicht wenige von ihnen haben auf hochgehypte Prestige-Immobilien gesetzt. Dort liegt jetzt das verlorene Pensionsgeld. Zu den Pensionisten kommen die Arbeitslosen von Kika/Leiner bis Kaufhof, die jetzt wissen, was passiert, wenn sich ein Immobilienhai eine Warenhauskette vornimmt.

Zeit der Opfer

Mit dem Zusammenbruch beginnt die Zeit der Opfer. Alfred Gusenbauer drängt sich mit seinen Forderungen über 6,3 Millionen Euro schon in die erste Reihe. Die Banken, die bereits an der Basel-Grenze zittern, werden kein Problem haben, es sich mit Hilfe ihrer Partei zu richten. Aber wer vertritt geprellte Pensionistinnen und verratene Mitarbeiter?

Wahrscheinlich wird auch im Fall „Benko“ nach dem Größenprinzip vorgegangen. Zuerst rettet man die Großen. Was übrig bleibt, kann dann an die verteilt werden, die immer verlieren: als Hauptopfer bei der Inflation, die keine Regierung so schlecht bekämpft wie die in Österreich; als Steuerzahler bei „Bankenrettungen“; und als Benko-Opfer letzter Klasse.

Daher ist die zweite Frage auch diesmal rein rhetorisch: Wer bezahlt am Ende die Rechnung?

Peter Pilz
Peter Pilz
Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.
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44 Kommentare

  1. Tja PP, der Fisch stinkt einfach schon am Kopf. Da sind sich sogar die Forenmitglieder einig.
    Sie wollen sich halt in keinster Weise eingestehen dass es IHRE Zadic ist die nicht nur Scheisse am laufenden Band fabriziert, sondern eine der Hauptverantwortlichen dass solche Zustände erst dermaßen ausarten konnten.
    Pilz was kassierte die Signa von der Cofag, hmm?
    Da sind Sie ja einer der sich brav darüber ausschweigt. Oder der Wiener Weg?
    Es gibt weder unabhängigen Journalismus, noch unabhängige “Blogger” 😉

        • Wurde er schon abgewürgt oder arbeiten die Grünen noch daran? Kann sein, dass Maurer als Verfassungsprofessionalistin wieder die Ansicht vertritt, “das Vorhaben sei zu schwammig ausformuliert, es entspreche daher nicht den Vorgaben der Verfassung für Untersuchungsausschüsse”. Wenn der VfGH dann diesen Unsinn so wie 2020 für Null und nichtig erklärt, haben wir bereits Babler als BK, der zum Dank der ÖVP das Justizministerium zum Daschlog’n von ca. 100 Fällen überlässt.

    • Wäre mir jetzt neu, dass sich PP jemals darüber ausgeschwiegen hätte, was die Kurz Freunderln an Corona Förderungen kassiert haben. Ist außerdem ohnehin öffentlich einsehbar, so viel mir bekannt ist. Mit Werner zu tief ins Glas geschaut?

      • Aha. Wo bleibt den die WKStA? Wo ist die Justiz? Wo sind die Kontrollgremien?
        Stadt Wien kann machen was wolle?
        Soviel kann man gar nicht saufen so blöd zu sein, um das nicht zu erkennen.

      • @baer
        Nehmen Sie es dem Saufkumpel bitte nicht übel, erstens ist er ja neu im Forum 😉 und hat früher sicherlich ZZ niemals gelesen und zweitens hat er Ihre Frage gar nicht verstanden.

    • Signa und Kakao gibt es aber schon seit gut 15 Jahren – wie soll da die derzeitige Justizministerin schuld haben ?

  2. Noch immer vergisst man aber, dass die Aufarbeitung des “Corona Pakets” noch immer nicht erfolgt ist.
    Auch hier müsste die Justiz dafür schon lange der treibende Faktor sein?

  3. Ja, so wahr.
    Und jetzt?
    Aalen wir uns in der gemeinsamen Einigkeit, bleiben aber, noch ein bißerl verbitterter, im Hamsterrad?

  4. Hypo-Haider, Grasser-Schüssel, Benko-Kurz – es passiert immer wieder. Von Bankenaufsicht bis Zeitungen kann man sich bei Österreichs Kontrolle auf eines verlassen: dass sie versagt.

    Das ist kein versagen, organisiertes Verbrechen von Politik und Justiz “geduldet”….

    Was nutzt eine Kontrolle wenn die Justiz nichts unternimmt und zusieht….

    Auch die Vorzeigetöchter der Signa Holding, Signa Prime Selection AG und Signa Development Selection AG, haben zuletzt Insolvenz angemeldet. Nun gibt es erste Forderungen von Fachleuten nach Konsequenzen, vor allem, was „Transparenzschlupflöcher“ betrifft. Auch Justizministerin Alma Zadic (Grüne) sprach sich am Freitag für neue Regeln für „skrupellose Konzerne“ aus.

    Ja, auch Zadic hat wieder ein Bäuerchen von sich gegeben….

    Justizministerin Alma Zadic versucht im letzten Moment, die Koalition durch eine „Untersuchungskommission“ zu retten. Sie weiß, dass die Staatsanwaltschaft von Amts verpflichtet ist, Offizialdelikte wie den Amtsmissbrauch zu verfolgen. Die Zadic-Kommission wird auch hausintern als unverbindliche Ablenkung von zielgerichteten Ermittlungen gesehen.

    https://zackzack.at/2023/11/23/staatsanwaltschaft-wien-pruft-anfangsverdacht-sobotka

    Wie soll was funktionieren wenn die Justiz nicht funktioniert und die Ministerin nur die Bürger für ihre Vorteile vehöhnt….

    • Ja wie soll das funktionieren?
      Aber diese Frage stellt sich nicht einmal die Opposition, oder gar der BP und die dafür extra weiter gekauften Medien (Beinschabtool??? – wann hat des eine Konsequenz? – Der WAHLKAMPF ist doch wieder angelaufen und Meinungsumfragen und Auftragsjournalismus gibt es weiter jeden Tag) sowieso nicht!!!!

    • >Wie soll was funktionieren wenn die Justiz nicht funktioniert

      Chapeau! DAS ist der Primärtumor! Eine, sooo zahlreich bewiesen, Kriminelle Vereingung, genannt Justiz. Richterliche “Unabhängigkeit” die Kontrolllosigkeit und damit Freibrief zum Verbrechen ist.

      Ich darf erinnern, dass die justiziellen Verbrechen unter Hitler bis dato in keinster Weise aufgearbeitet, geschweige geahndet sind.

      Österreich ist entehrt, entwürdigt, tot.

      • Zweimal hat Frau Zadic bereits in offensichtlichen “Fake News” verkündet, dass der Immunitätserlass (noch immer weit unterschätzt in seinen Auswirkungen) nun ausser Kraft gesetzt ist:

        https://www.diepresse.com/6130947/parlamentarische-immunitaet-gilt-nur-noch-fuer-abgeordnete

        Noch nie hat sie dazu Stellung bezogen, oder würde dazu gefragt, oder hätte sich entschuldigt, oder würde uns einen neuen Termin dafür nennen?
        In diesem Forum habe das nun schon über ein Jahr vielfach aufgezeigt, aber auch dort scheint das noch immer absolut Niemand etwas zu interessieren? – Wie soll sich da nur an Hand dieses einen Beispiesls aber etwas Grundsätzliches in diesem Lande ändern können?

        • >Wie soll sich da nur … etwas Grundsätzliches in diesem Lande ändern können?

          Ja, das ist die Frage.

          Momentan sieht es so aus, dass es sein wird wie es immer war: Irgendwann werden Menschen aufstehen, aber dann wird alles Aufgestaute aufbrechen, Die Veränderung wird daher keine friedliche sein.

          Aber, ich gebe die Hoffnung nicht auf.

  5. “Sebastian Kurz war Benkos Zwilling in der Politik und damit mehr als eine Hand, die die andere wäscht. Beide standen an der Spitze ihrer Häuser, die sie Karte für Karte hoch gestapelt hatten.”

    Ja ganz genau! Kurz war mehr als eine “rechte Hand”. Er istMittäterund muss sich hoffentlich auf in der Sache vor Gericht verantworten.

  6. Ein wirklich toller Beitrag von Herrn Pilz, welche nicht besser beschreiben kann, was in diesem Lande vorging, aber noch schliemmer trotzdem noch immer weiter vorgehen kann.
    Eigentlich bereits die Formulierung einer besten Strafanzeige für den sofortigen Ermittlungsstart gegen zahlreichen Straftaten bis hin zu einer kriminellen Organisation? (Ja wird da nicht schon lange gegen diese Straftat schon ermittelt? – Gehört dieses Vergehen hier nicht mit dazu?)

    Zitat:
    “Dobusch zeigte, wie Immo-Werte aufgeblasen wurden, damit neue Karten für das wackelige Benko-Haus gekauft und Hunderte Millionen ins Privatvermögen verschoben werden konnten.”

    Allein dieser Umstand eines solch dreisten und unfassbaren Vorgang, welcher Vorgang vermutlich auch schon eine Insolvenz daraus für locker in Kauf genommen hat, ist alleine schon ein schlagender Beweis für ein unfassbares Großverbrechen?

    Wo blieben da bisher schon die Massenverhaftungen wegen Verdunklungs- und weitere Verabredungsgefahr?

  7. @2. Satz “…Bankenaufsicht bis Zeitungen…”: Aus diesem Grund bin ich froh, dass der ORF 1000 Dank der Haushaltsabgabe ab sofort höchsten Qualitätsansprüchen entsprechen kann. Es wird dann ein lustiges Wahljahr: Täglich Notkonferenzen von Nehammer bis zum Abwinken, öffentlich ausgetragene Dispute von Redakteuren mit Politikern, Live-Übertragung von Parlamentsgebeten, türkise Mantra-Interviews, Minister-PR-Shows mit Starbesetzung, Talk am Sofa, Talk am Nachmittag, Talk in der Nacht, alles UNkonkret… Daraus wird sich der einfältige Wähler oder ebenfalls einfältige Wählerin eine Meinung bilden und die Partei des schönsten Schwiegersohns mit den frisiertesten Haaren oder lautesten Buben oder besten Zieharmonikaspielers wählen. Ein neues Spiel – ein neues Glück beginnt. Alles wie gehabt.

  8. Dieses Land ist durch jahrzehtelange ÖVP Diktatur in wichtigen Ministerien bedenklich abgesandelt. Aufgrund der angefütterten Medien fehlt auch der öffentliche Druck für Veränderungen zum Positiven. Polizei und Justiz schauen in bestimmten Bereichen bewußt weg und eine vierte Macht im Staat gibt es nicht mehr.

    Das deprimierende daran, es wird sich in absehbarer Zeit auch nichts zum Besseren wenden. Die Steigbügelhalter für die ÖVP Ministerien Inneres und zukünftig Justiz werden einfach von Grün auf Blaun wechseln.

    Und die Abwärtsspirale dieser Demokratur wird sich weiter ins geschundene Fleisch des Mittelstandes bohren.

    • Nö war das Pilotprojekt dazu.
      Da es dort so gut funktioniert hat, haben wir jetzt die VP Krake an allen relevanten Stellen im Staat.
      Ein Krebsgeschwür.

  9. In diesem Land gibt es ein sehr grosses Problem.
    Bis auf ganz wenige Ausnahmen , gibt es keinen anständigen Journalismus mehr.

    Gekaufte Schreiberlinge sind in der Überzahl.

    • Ich gebe Ihnen den Schlüssel zu einem Schatz an Weisheit: https://johnpilger.com/

      Sie mögen sich vielleicht eine andere Meinung zu einigen der Themen gebildet haben, doch hinterfragen Sie immer, was ist Propaganda und was ist Wahrheit. Es ist oft eine Frage der Perspektive wie Rageh Omaar im Interview mit John Pilger in “How the Government Manipultes Facts, Secrets and Lies, Documentary (8:00)” beschreibt. Die Kameras des Medienzirkus auf dem Balkon des Palestine Hotels in Bagdad hielten den Moment, als die Statue von Saddam Hussain fiel, als Akt der Befreiung fest. In Wahrheit war es das Werk eines amerikanischen PSYOP Offiziers, der dieses Medienspektakel inszenierte.

      Investigativer Journalismus ist unbequem und könnte Ihr Weltbild ins Wanken bringen.

      • @error Danke für den Link. Ich kenne die Zeilen Pilgers.
        Mein Weltbild ist gefestigt……das ändert aber nichts daran , dass anständige Journalisten Mangelware sind.
        Propaganda gehört leider dazu. Diese einzuschränken wäre ein Anfang.

  10. Im Fall Benko dacht ich mir, dass auf Grund der strengen Kreditvergaberichtlinien, das was jetzt sichtbar wurde, nie möglich gewesen wäre. Dazu noch eine so lange Zeit mit fast Nullzinsen und natürlich diese gigantisch agierende und agieren dürfende Systemorganisation, bis die noch extra vom Himmel gefallene Inflation noch immer ohne einer Mietpreisbremse vermutlich im einzigen Land in Europa?

    So müssen wir ja nun schon fast froh sein, dass die Gier und offensichtlich auch die Korruption? auch bei einem solchen Kreditpanzersystem hier trotzdem in der nun vorliegenden Form durchschlug, sonst würde das wohl noch viel extremer weitergegangen sein?

    Aber so fragt sich noch immer Niemand, warum der Herr Kurz hier diese Provision einstrich und frech in der Insolvenz weiter einfordert? Sind die beiden nicht auf Staatskosten zu diesen Rettungsinvestoren in letzter Minute bereits gereist?
    Warum fragt noch immer Niemand, was konkret Herr Kurz mit dem Sektionschef so kurz vor dessen noch immer nicht aufgeklärten Tod am Telefon gesprochen hat?
    Aber fragt man sich weiter, warum die Finanz und der FMA Ede hier nicht schon viel führer zumindest prüfend eingeschritten sind? – Aber deshalb braucht man an solchen Posten eben auch diese “Steuerbaren” weiter?

    • Erfüllt Kurz die Voraussetzungen zur Zulassung zum Unternehmensberater? Kurz hat eine Forderung aus einem Kreditvermittlungsgeschäft eingereicht. Darf ein Unternehmensberater Kredite vermitteln, so geschehen mit der jetzt publik gemachten Forderung vom Staatsfond der VAE Mubadala? Ist die Vermittlung von Krediten nicht konzessionspflichtig? Müsste die FMA nicht einschreiten und eine Warnmeldung gegen die SK Management GmbH herausgeben? Da schließt sich der Kreis bei Beschuldigtem Nr. 12. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung.

      • Vielleicht handelt es sich hierbei ja nur um eine Einmalkreditvermittlung (da reicht dann nur ein Gewerbeschein ganz grunsätzlich und einen solchen hat er ja?) oder gar um eine getarnte “Tippgeberprovison”?

  11. Wie jeden Sonntag die schmerzende Injektion Wut von Herrn Pilz die sich dann ihm Gefühl der Ohnmacht verliert. Aber der in Frustrationskompetenz geübte zackzack Leser gibt sich das immer wieder und träumt davon dass die rot weiß roten Festungen der Korruption und Freunderlwirtschaft irgend wann mal erfolgreich gestürmt und in Schutt und Asche gelegt werden. Also quasi von einer handfesten Kulturrevolution. Aber de facto träumen wir nur und die Bewahrer der dieser österreichischen Tradition und Kultur kommen dbz. nicht mal ansatzweise ins Schwitzen 😔

    • Nachsatz: Schmerzhaft wird mir aber bewusst dass ich mit meinen Zeilen ebenso einen österreichischen Brauchtum pflege. Nämlich dem des Raunzens bei mit einhergehender Resignation.

    • Richtig erkannt.
      Seit Jahrzehnten geht das schon genau so, was aber zeigt, wie schwer und durch und durch dieses Land korrupt ist…

    • Drum gehen fast alle, von Standard bis Exxpress auf Babler los, damit alles bleibt, wie es ist. Und als Gipfel hauen ihm vom Bgld bis Wien die eigenen Genossen das Hackl ins Kreuz.

    • Schätze mal dass es sich bei dem Begriff Kavaliersdelikt um eine einheimische Wortschöpfung handelt. Da heißts oft so schön “Darfs aber bisserl mehr sein Gnä- Frau’ wenns unter uns bleibt?” oder “I sag nix und küss die Hand der Herr”. So lange es “in der Familie bleibt” ist alles rechtens und im grünen Bereich. “Wo kein Kläger, da kein Richter” ist auch eine beliebte rot weiß rote Redewendung. Tja, denn Kläger kannst nur sein wenn du was zu melden hast. Trifft dies nicht zu wirds keinen Richter geben bei uns.

  12. die frage bzgl pensionen ist berechtigt.
    und gleich auch die zusatzfrage:
    warum wird das umlagesystem laufend von medien, think-tanks und parteien wie fpövp und neos in frage stellt.
    warum wird da zb von plakolm oder wortgleich von den junos eine aktienpension gefordert?
    warum sollen wir uns probleme aufhalsen, deren schlimmste auswirkungen in den usa, in uk und beginnend in deutschland ansehen können?

    viele fragen und hier ein paar antworten

    https://www.hagerhard.at/blog/2023/10/das-ungeheuer-pensionen/

    • Wer die Sink Tanks finanziert, steht in den Spenderlisten. Wem Raiffeisen gehört – oder ist es nicht eher umgekehrt? – weiß man auch.

      Gut, die Wes Brot ich ess-Leier könnte von den teilnehmenden Journalisten auch dezenter gedreht werden, aber wir sind in Österreich, da ist nichts dezent. Da wird gleich massiv agitiert, Salomon, Nowak und Konsorten machen nichts halb.

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