Mittwoch, Juli 24, 2024

Benko-Jet am Weg in die Mongolei: Flug laut Anwalt gechartert

Benkos Privatjet startete am Montag in Genf. Die Route führte über das Schwarze Meer weiter nach Osten. Von Schweiz bis Abu Dhabi wird derzeit über letzte Benko- und SIGNA-Rettungsversuche berichtet.

Um 12.22 Uhr hob der „Bombardier-Global Express“ mit der Registrierung „OE-IRB“ vom Airport Genf ab. Aber heute landete er im Gegensatz zu Dutzenden anderen Flügen nicht in Innsbruck. Er passierte die Tiroler Landeshauptstadt um 12.55 Uhr in 39.000 Fuß Höhe. Groß auf der Heckflosse von „OE-IRB“ prangt das Firmenlogo von René Benkos SIGNA.

Diesmal hieß das Reiseziel von „OE-IRB“ auch nicht wie sonst „Wien“. Um 13.15 Uhr überflog der Jet Graz, wenige Minuten später passierte er die kroatische Grenze. Um 14.09 Uhr lag Bukarest bereits hinter ihm. In einer konstanten Flughöhe von 40.000 Fuß näherte er sich mit 550 km/h dem Schwarzen Meer nördlich von Varna.

Kurs auf China oder Mongolei

Um 15.34 Uhr befand sich „OE-IRB“ bereits in georgischem Luftraum. Von dort ging es bis 16.00 Uhr weiter nach Aserbeidschan und dann über das Kaspische Meer nach Turkmenistan. Zunächst sah es so aus, als würde der Jet auf die Vereinigten Arabischen Emirate zusteuern. Kurz vor 19:00 war das Flugzeug allerdings dabei, die chinesische Grenze zu passieren. Laut einigen Flugtrackern befand sich das Flugzeug in der Nacht auf den 6. Februar in der Mongolei. Gegen 9:45 startete es am 6. Februar aus der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar in Richtung Europa.

Hinflug nach Asien am 5. Februar 2024
Rückflug aus Ulaanbaatar am 6. Februar 2024, 11: 30

Der Jet gehört Medienberichten zufolge nicht direkt zur SIGNA-Gruppe, sondern zur “Laura Privatstiftung”, die vor allem von René Benko kontrolliert wird.

Benkos Luftgeschichte

Benko-Anwalt Norbert Wess meldete sich am 6. Februar 2024 um 8.38 Uhr: “Der besagte Jet ist kein „Signa-Jet“, sondern gehört der Laura Privatstiftung (LPS). Jener der Signa wurde bekanntlich bereits vor geraumer Zeit durch den Insolvenzverwalter verkauft. Es handelt sich bei diesem Flugzeug aber auch nicht um „Benkos“ (weder aktueller noch ehemaliger) „Privatjet“, wie Sie in diesem Artikel in den Raum stellen. Das Flugzeug der LPS wird regelmäßig, wie auch im konkreten Fall, an Dritte verchartert. 

Herr René Benko befindet sich in Innsbruck und hat mit dem Flug und der Reise nichts zu tun.” 

Der “nicht-SIGNA-Jet” mit dem SIGNA-Zeichen auf der Heckflosse ist erst einen Tag vor dem Flug Richtung China von Innsbruck kommend in Genf gelandet. Auch in der Schweiz tut sich einiges in Sachen „Benko“ und „SIGNA“. Wie Benko-Anwalt Wess richtig betont, hat das alles bemerkenswert viel mit der Laura-Privatstiftung zu tun. Mehr dazu demnächst in „Benkos Luftgeschichte“ auf ZackZack.

Artikel erweitert und ergänzt am 6.2.2024 um 10.00 Uhr.

Titelbild: Maximilian Gruber

Autor

  • Peter Pilz

    Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.

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