Freitag, Februar 23, 2024

Schützenhilfe für Nehammer

Das Wochenmagazin „profil“ bläst den Identitären Martin Sellner auf. Diesmal scheint es nicht um Auflagensteigerung zu gehen.

Diesmal ist es in die Hose gegangen. „Österreichs bekanntester Rechtsextremer bläst sich zum medialen Superstar auf. Doch so sehr er sich bemüht, die Massen folgen ihm nicht.“ „profil“ macht mit Martin Sellners Gesicht am Cover zumindest einen Versuch, dieses Problem zu lösen.

Quelle: Twitter

„Kronen Zeitung“-Kommentator Claus Pandi wendet sich an die „profil“-Redaktion und wundert sich, „dass er von euch grad aufgeblasen wird“.

Quelle: Twitter

Auf „Twitter“ versucht „profil“ bereits eine Rechtfertigung. Aber es geht nicht um die Frage, ob man über Sellner schreiben solle. Es geht um „Aufblasen statt Ausleuchten“.

“profil”-Rechtfertigung auf “Twitter”

Die Sellner-Werbung am „profil“-Cover ist politisch dumm, der Beitext auf „Twitter“ falsch. Der bekannteste Rechtsextremist Österreichs heißt „Herbert Kickl“. Er ist schon längst erfolgreich großgeschrieben worden. Aber warum bläst „profil“ Sellner auf?

Auflage mit Haider

Als Jörg Haider vor mehr als dreißig Jahren erste Grenzen sprengte, verriet mir der damalige „profil“-Herausgeber: „Mit jedem Haider-Cover machen wir Rekordauflagen. Unsere besten Cover sind die mit dem Jörg.“ Beide Seiten wussten, dass sie ein Geschäft machten. Der Haider Cover brachte „profil“ Auflage und Haider noch mehr Stimmen derer, die das „System“ ablehnten und „profil“ glaubten, dass Haider dessen Hauptfeind sei.

Mit einem Kickl-Cover geht das auch. Aber mit Sellner, dessen Namen und Bild bis heute kaum jemand kennt? Ich traue Anna Thalhammer einiges zu, aber das nicht. Wahrscheinlich hat sich Richard Grasl etwas anderes überlegt.

Brückenkopf

„Kurier“- und „profil“-Chef Grasl ist neben Gerald Fleischmann der zweite Medienstratege im engsten Umfeld der ÖVP. Seit einiger Zeit wird versucht, um den “Kurier” von „profil“ bis „Exxpress“ einen türkisen Print-Brückenkopf zu schaffen. Der „Express“-Versuch ist an der „Kronen Zeitung“ vorläufig gescheitert. Bei „profil“ konnten zumindest drei der profiliertesten und verlässlich unabhängigen Journalistinnen entfernt werden.

Grasl weiß, dass die ÖVP ein strategisches Problem hat. Herbert Kickl mobilisiert am rechten Rand. Karl Nehammer scheitert fast täglich mit seinem Versuch, als Kopie der FPÖ-Ausländer- und EU-Politik dem Original Stimmen abzunehmen. Beide sehen sich als das Gesicht Österreichs im Dreibund mit Ungarns Orbán und Serbiens Vucic. Beide wollen, dass Fleisch paniert und nicht am Spieß gedreht wird. Beide halten Nikolaus und Osterhasen für weit gefährdeter als schulisch erfolgreiche Ausländerkinder. Der letzte größere Unterschied liegt dort, wo man mobilisieren will: im Bierzelt oder im ÖAAB.  

Kickls „natürlicher“ Gegner heißt Andreas Babler. Von Ausländern bis Millionärssteuern steht er als einziger Chef einer größeren Partei Kickl in jeder wichtigen Frage genau gegenüber. Wenn die beiden in den letzten Wochen vor der Wahl allein im Ring stehen, hat die ÖVP verloren.

„Voll“ gegen „Volk“

Jeder, der rechnen kann, weiß eines: Der Rechtsblock aus FPÖ und ÖVP geht sich nur dann aus, wenn die ÖVP bei der Nationalratswahl nicht untergeht. Dazu braucht sie eine neue Rolle. Die Medienstrategen der ÖVP haben sie längst gefunden. Der „Vollkanzler“ wird der Herausforderer des „Volkskanzlers“. Dazu muss Nehammer nur alles wiederholen, was Johanna Mikl-Leitner im niederösterreichischen Landtagswahlkampf über den dortigen FPÖ-Spitzenkandidaten gesagt hat.

Am 10. Februar 2024 erklärte Nehammer in der Grazer Seifenfabrik: „Unser Problem sind die Rechtsextremen.“ Keinen der Anwesenden störte, dass es die Koalitionen der ÖVP mit den Rechtsextremen in Linz, Salzburg und St. Pölten weiter geben soll.

Ausgeschlossen bleibt nur Kickl. Die FPÖ nimmt Nehammer von Kickl aus, weil sie im Gegensatz zu ihrem Führer eine „vielfältige Partei“ sei. „Die Rechtsextremen“ bestehen für Karl Nehammer aus einer einzigen Person.

Das ist, wie es Nehammer-Kopf Fleischmann getauft hat, „SNU“, „strategisch notwendiger Unsinn“. Seit dem Juli 2023 versucht Nehammer vergeblich, ihn unters Volk zu bringen. Er weiß, dass ein Finale gegen Kickl seine letzte Chance auf ein politisches Überleben ist. Nehammer hat nicht mehr viel Zeit.

Weg und Ziel

Damit Nehammer statt Babler ins Finale kommt, muss er die dünne Geschichte seiner Kickl-Gegnerschaft dichter machen. Dazu braucht er den „profil“-Cover. Mit ihm kann er erzählen, dass Kickl weit rechts von ihm steht. Dieser Teil der Geschichte enthält einen wahren Kern.

Im Gegensatz zu Strache hat Herbert Kickl eine neue politische Erzählung begonnen. Begriffe wie „Bevölkerungsaustausch“, „Umvolkung“ und jetzt „Remigration“ stammen aus dem identitären Milieu von Sellner & Co. Die FPÖ erweitert damit ihren Einsaugbereich um den kampf- und hassbereiten Teil der „sozialen Medien“. Wer glaubt, dass Impfen tötet, Asylverfahren die Bevölkerung austauschen und ein Putin-Sieg Energiekosten senkt, soll für den freiheitlichen Marsch auf Wien abholt werden.

Das ist der Weg, der FPÖ und ÖVP unterscheidet. Am Ziel finden beide einander wieder. Das Ziel heißt „Regierung des Rechtsblocks“. Mit seinem „Österreichplan“ hat Nehammer früh den Entwurf für dessen Regierungsprogramm präsentiert.

Wenn sich Nehammer und Kickl nach dem Wahltag plötzlich in den Armen liegen, werden sie erklären, dass sie das nur für Österreich tun. Fleischmann, Grasl und ein paar andere werden sich wahrscheinlich zerkugeln, und „profil“ wird erklären, warum es überraschenderweise so kommen musste.

Kommentar ergänzt um 10.45 Uhr.

Peter Pilz
Peter Pilz
Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.
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64 Kommentare

  1. Vor zwei Tagen meinte Hans Peter “Saruman” Doskozil: “der Wertekatalog der SPÖ würde eine Koaliton mit der FPÖ nicht per-se ausschließen”.
    Laut Peter Pilz zeigt Doskozil “wie man gegen die ÖVP gewinnt” (8.1.24) und dann letzten Mittwoch: “Doskozil erkenne als Einziger die Grube die sich die SPÖ gerade selbst gräbt”.
    Jetzt erzählt er uns FPÖVP geht sich nur aus wenn es eine ÖVP gibt (no na), dass aber die FPÖ mit der SPÖ (laut Doskozil) trotzdem in die Regierung kommen könnte ist ihm scheinbar wurscht.
    Es ist klar – das Establishment, dem Peter Pilz eben auch eindeutig angehört, will vorallem eines nicht: echte Strukturelle Veränderungen und radikale Umverteilung der Machtverhältnisse von Oben nach Unten – um das zu verhindern sind sie sogar bereit die FPÖ in Kauf zu nehmen., aber Hauptsache nicht KPÖ.
    Wahnsinn!

    • Wie gefährlich und zynisch übrigens die systematische Niedermachung bzw. das Totschweigen der KPÖ ist (trotz enormen Wähler Zustrom) zeigt die Geschichte der 1930er Jahre.
      In seinem Buch “Who voted for Hitler?” durchleuchtet Richard F. Hamilton 50 Jahre später (Buch erschienen frühe 80er) die, tatsächlich noch gut erhaltenen und dokumentierten Abstimmungsergebnisse von 1928, 1930, 1932 & 1933.

      Eine Rezension des Buches in der Zeitschrift the Nation:
      https://www.thenation.com/article/politics/trump-hitler-nazi-fascism/

      ein Absatz aus dem Artikel:

      “The trend in Berlin was repeated in Frankfurt, Cologne, Munich, Hanover, Stuttgart, Nuremberg, and Mannheim, with slight variations. Again and again, Hamilton shows below-average support for Hitler in working-class districts, and higher support in upper-middle-class and wealthy ones. There were pockets of rabid support for the Nazis in rural areas. But what we see repeated in chapter after chapter of Who Voted for Hitler? is the disproportionate support for Hitler from the well-heeled districts, motivated by their sense that Hitler would be their weapon against Communism; and because the Nazis had also successfully nurtured a covert anti-Semitism among the upper classes. [Working class-neighborhoods were split more evenly, drawn to the Communists or Social Democrats, not strongly anti-Semitic, though susceptible certainly to the Nazi’s organizing exertions.]”

      Eine Sache die mir immer im Kopf geblieben ist:
      Sollte Faschismus/Autokratie jemals wieder an unsere Tür klopfen und unsere Gesellschaft ihm die öffnen, dann sollte eines ganz klar sein: er wird nicht mit Knickerbocker, braun-Hemden und Stechschritt daherkommen. Das Gesicht wird ein anderes sein und es wird leider wahrscheinlich schwierig sein es sofort zu erkennen. Auch wenn die FPÖ (und eigentlich auch die ÖVP – da sie kein Problem hat mit dieser Partei zu koalieren) ganz offen und ganz eindeutig rechtsextrem ist, erweist es sich denke ich zunehmend als fatal zu glauben potenzieller Faschismus käme nur aus einer Richtung bzw. aus der alt-bekannten Richtung.

      Selbst wenn es die Rassisten und Rechtsextremen in diesem Land (und in Europa) es nicht wahr haben wollen:
      Israel verübt gerade einen Völkermord im Gazastreifen – einen Völkermord den es schon lange vor dem 7.10. angekündigt hat! (explizit: Bezalel Smotrich – Decisive Plan 2017 – indem explizit die gewaltsame ethnische Säuberung von Judea und Samaria gefordert wird)

      Von Grün und SPÖ kommt dazu nur schweigen, mehr noch jegliche Kritik an dieser Politik, die aktuell ja auch tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, wird mit dem Prädikat”israelbezogener Antisemitismus” niedergeschlagen & in den in Deutschland geschaffenen Antisemitismus Kommissionen, in denen kaum ein Kommissar jüdischer Konfession ist, die absurde und zynische Situation hervorruft, dass progressive, linke, liberale Menschen mit jüdischer Konfession und kritischer Einstellung zur Politik Israels, die ins Visier dieser Kommissionen gelangen im vergleich zu den nicht-jüdischen Kommissaren einen höheren Prozentsatz ausmachen – kurz gesagt: die I.H.R.A. Definition in Deutschland äußert sich in der Praxis so das nicht-jüdische Kommissare linke Juden für ihre Kritik an Israel ins Visier nehmen oder nochmals ausgedrückt – die extrem Rechte israelische Regierung lässt liberale, linke Juden in Deutschland mithilfe der Deutschen Grünen & SPÖ (und der Deutschen Politik allgemein) politische Verfolgen.

      Aber nicht nur im Bezug auf den Völkermord in Gaza zeigen sich die rechts-konservativen, rechts-nationalistischen Tendenzen der “liberalen Mitte” die für Menschenrechte & Völkerrecht “einsteht” & “gegen rechts ist”:
      Während dem UN Hilfswerk UNRWA wegen bloser Anschuldigungen gegen 0,0004% seiner Mitarbeiter von Deutschland & Österreich die Zahlungen gestrichen wurden und dass obwohl 1.8 Millionen Menschen akut vom Verhungern und vom Ausbruch tödlicher Krankheiten bedroht sind und der Internationle Strafgerichtshof mit 15 zu 2 Stimmen feststellte dass der Vorwurf des Völkermord gegen Israel plausibel ist stellt man im Unterschied Hilfeleistungen an die Ukraine nicht ein und das obwohl die NeoNazi Gruppierung “Asow-Battailon” ca. 0,00125% der Ukrainischen Streitkräfte ausmacht.
      Sprich: man streicht einer Hilfsorganisation wegen der Anschuldigung 0,0004% der Mitglieder seien Antisemitisch Hilfsgelder und unterstützt ohne Einwände eine andere Organisation deren tatsächlicher Anteil an tatsächlichen Neonazis mehr als 3x höher ist.
      Während der rhetorische “linke Antisemitismus” (den es Stellenweise auch sicherlich tatsächlich gibt) im aktuellen Mainstream-Diskurs mehr smoking Gun der Rechtsextremen und religiösen Fundamentalisten ist, ist “mainstream-linke Islamophobie” und “mainstream-linker Araberhass” viral!

      (zu ALL DEM schweigt auf ZackZack übrigens auch großteils unsere “liberale Mitte”, namentlich: Robert Misik, Daniel Wisser, Peter Pilz, Daniel Pilz & Julya Rabinowich – letztere atestierte Greta Thunberg auch Antisemitismus: “Greta Thunberg steuert das Klimaschiff FFF in den antisemitischen Eisberg” – also weil Greta das Gefühl hatte für die Menschen in Gaza die gerade zu 10.000enden abgeschlachtet werden, aufzustehen)

      Es scheint mir egal ob “Linke” oder “Rechte” – diejenigen die, in Relation zu ihrem Umfeld, Konformismus leben um in unserer Gesellschaft nach oben zu kommen tauschen das »Einstehen für Prinzipien wie Menschenrechte, Völkerrecht« gerne gegen “bedinungslose Untersützung für Nationalstaaten” aus wenn es ihren Karrieren hilft.

      • einige Anmerkungen noch zu meinem Kommentar:

        Peter Pilz schreibt über die SPÖ – ich knüpfe indirekt mit den Wahlergebnissen v. 1928 – 1932 an….
        Auch wenn ich rechte-nationalistische-konservative Tendenzen “in ungewohnter Ästhetik” bei SPÖ & Grüne wahrnehme glaube ich nicht dass man das mit dem hochkommen der Nazis vergleichen kann – also jetzt politisch gesprochen. Da die FPÖ 1956 von einem ehemaligen SS-Brigadeführer gegründet wurde ist sie historisch klarerweise zurecht Haupterbin des Vermächtnis »Sorgenkind Neo-Faschismus«.
        Mir ging es einfach darum aufzuzeigen dass es zu diesem: KPÖ hat eh keine Chance und KPÖ ist auch sowieso zu Radikal und deshalb bitte SPÖ und deshalb bitte Grüne, dass es dazu einen historischen Kontext gibt und dass die Haltung die eigntl. sämtliche Reichweitenstarken Medien unseres Landes einnehmen eben auch einen historischen Präzedenzfall haben – und wenn wir aus der Geschichte lernen wollen, dann sollten wir den auch ernst nehmen.

        Weiter unten dann schrieb ich dass der Faschismus “klarerweise” nicht das gleiche Gesicht haben wird. Dh. aber natürlich auch nicht dass er das nicht haben wird/kann. (siehe zb. die Ereignisse vom 07.01.24 vor der Zentrale des MSI in Rom!)

        “…mithilfe der Deutschen Grünen & SPÖ (und der Deutschen Politik allgemein)…” – da war natürlich “SPD” gemeint.

        • … wir müssen hier im 5%-Reichweiten-Fenster analytisch pluralistisch noch fest und stetig rhythmisch trommeln, damit sich 50%+ bis in den Herbst hinein ausgehen werden. U.a. die saturierten Sozen-Säcke im Nadelstreif mobilisieren (bzw. deren junge Basis), die rechten Puppenspieler*innen aus der vereinnahmten Mitte schreiben, eine vor den Wahlen “beanspruchte Verantwortung” in die Forderung nach einer nach den Wahlen “umzusetzende Verantwortung übernehmen” erweitern…

    • Die SPÖ ist einfach ein uneinheitlicher Sauhaufen. Jeder macht, wozu er lustig ist.

      Jüngstes Beispiel:

      1) Wiens Bgm. Ludwig schwafelt am 1.Mai von der Gefahr von Rechts
      Applaus, Applaus von den Genossen

      2) Altbundespräsident Fischer schwafelt in jeder geschichtlichen Fernsehdokumentation von der Gefahr von Rechts, Applaus in den Foren

      Und was tun die beiden Super-Sozialdemokraten in der Realität?

      Sie kriechen der ungustiösen falschen Schlange Mikl-Leitner in den …. und feiern schleimig mit ihr (Bussi-Bussi) den Sechziger! Mit einer Politikerin, die Rechtsrechte in ihre Regierung holt.

      So sieht heute die Gesinnung von SPÖ Granden aus. Und genau deshalb ist die Stellungnahme jeder(auch berechtigter Kritik) unglaubwürdig und leicht angreifbar!

      • @kritiker

        Ja👍 sehr ärgerlich.
        Sich ” rotes Xsindl ” nennen lassen und trotzdem da erscheinen.

  2. Warum fällt das Licht immer auf die Parteien und auf deren Akteure, z.B Kickl, Nehammer, MIkl-Leitner…?
    Die rechten und konservativen Parteien machen ihre Politik nicht als Selbstzweck zum eigenen Machterhalt. Nein, ÖVP und FPÖ verfolgen eine Strategie, die der Klientel (sozusagen deren “Aufsichtsrat”) nützt: Das ist die Privatisierung staatlichen Eigentums oder am Partizipieren von öffentlichen Ausgaben, z.B. Abfallentsorgung oder generell am Verteilen von öffentlichen Geldern, z.B. COFAG. Andere Anliegen ist das Verhindern von Abgaben aus dem Transfer von Vermögen (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuern…).
    Und diese kleinen, potenten Gruppen hinter ÖVP und FPÖ kontrollieren große Teile unserer Wirtschaft, sind eine größeren Allgemeinheit wenig bewsst. PP deutet hier einen bedeutenden Integrator unten in der Kariaktur an; ebenso sind die Eigentümer von Krone oder Exxpress bekannt. Und diese Gruppe von Oligarchen sind die eigentlichen Treiber hinter der ÖVP und FPÖ. Natürlich gibt es auch hinter der SPÖ potente Interessensgruppen, z.B. Immowirtschaft in Wien. Bei der SP scheint es noch moralische Grenzen zu geben. Die FPÖ oder ÖVP kennen hier keinen Ehrenkodex.

  3. Hier, eine wunderschöne und übersichtliche Zusammenfassung der ersten Inseraten-und Umfragenaffäre. Die Wksta ermittelt gegen 10 Involvierte, darunter auch Kurz. Karmasin war nur die erste…. Es geht noch weiter.

    https://www.floo.media/wiki/oevp-inseratenaffaere/

    Und man dürfte sich in einem Superwahljahr doch wohl erwarten, dass über so etwas desöfteren und ausführlichst berichtet wird! Oder?

    • Wie können sich die Gegner dieser Oligarchenmarionetten zusammenschließen, um eine möglichst große Durchsetzungsfähigkeit zu erlangen?

      • Sehr gute Frage. Spontan fällt mir ein, dass man sich öfter zu Demos zusammenfinden könnte…um Zeichen zu setzen, was unsere Medien ja konsequent verabsäumen. Und man könnte wichtige Informationen gut erkennbar hervorheben, und bullshit aufblatteln wo es nur geht.

  4. Jetzt auch noch die Mikl-Leitner….die fühlt sich plötzlich auch bemüßigt, etwas ganz Wichtiges zu sagen. Schauts, wie lieb sie dreinschaut. Ich glaub diesesmal meint sie es wirklich ernst.

    https://noe.orf.at/stories/3244441/

    Kein Zweifel….Das kann nur Eines bedeuten:
    BABLER IST VORNE BEI DEN UMFRAGEN

    Und die KPÖ dürfte auch ganz gut weggekommen sein. Juhu!

  5. Wie schrieb ich’s sinngemäß erst kürzlich: “Sie wird sich als Retter-Partei hochstilisieren, um die (zugewiesene) Radikalität der Fascho-Wickl-Truppe mit einem moralinsauer katholischen Feigenblatt zu legitimieren.” Man könnte auch schreiben, dem entsolidarisiert faschistischen Dämon damit ein menschliches Antlitz zu verpassen. Sellner als “Teufel”, der vom erzkatholisch bigotten Belzebub verhindert werden muss. Diese (mitgetragene!) rational irrationale Ideologie in eine persönliche Ebene downzugraden, ohne die Visage des Mit-(ST)Reiters (dieser ebenfalls konservativ reaktionären Ideologie) zu demaskieren. Libertär argumentierte ReformForderungen der Mehrheit eines inklusiven, menschenwürdigen Pragmatismus’ in eine unvermeidliche, dogmatisch rückwärtsgewandte Rigorosität zu reden. Aus SNU (strategisch notwendiger Unsinn) wird SNÜ (strategisch notwendiger Überlebenskampf)! Man redete und setzte sich hüben wie drüben bereits “in die Mitte” einer gesellschaftlichen “Normalität”, den Rest an den Rand. Einen Rand, den es aber nur linksseitig zu geben scheint, wenn man sich diesen politischen Zirkus nicht in einer Kreisfläche vorstellen mag. (Mit EINER Mitte und EINEM rundherum reichenden Rand.) Als Spiel-Leiter(in), die das Spiel mit den Gegensätzen , den kognitiven Dissonanzen vulgo synchronen Widersprüchlichkeiten aufgrund medialer Omnipräsenz, am breitenwirksamsten angst-beherrscht. Fleisch-Mann paniert im Österreichplan die eingedeutschten, halbdurch gebratenen Fleischschnitten in AMA-Gütesiegel-Qualität für den Wähler, der sich auf dem vollgeschixxenen Vollspaltenboden seines Alltagspragmatismus’ dafür brav in Reih und Glied anstellt…

    • Sellner ist so verrückt, der wird niemals im Mainstream ankommen. Viel gefährlicher erscheint mir da schon Nehammer der meint “die Rechten” seien eh ganz in Ordnung. Wen er damit wohl meint? Meint er gar die angeblich “gemäßigten” Kräfte in der FPÖ? Also alle außer Wickl? Aber da haben alle Dreck am Stecken, Nationalismus in Reinkultur, EU Feindlichkeit samt Austrittsgedanken, Faschismus, mehr oder weniger versteckter Nationalsozialismus und offener Rassismus, Korruption inkl. Manche schlucken halt regelmäßig Kreide und andere nicht.

  6. Still ist es geworden um den “Karmasin”-Prozess, der eigentlichh ein Amtsmissbrauchs-Prozess der ÖVP ist und der gerade erst seine Auftakt hatte….

  7. Das kann nur eines bedeuten:

    Bablers SPÖ ist in Wirklichkeit auf dem ersten Platz angekommen bei den Umfragen. Und die KPÖ ist bei mindestens 16%.

    Leute, es wird Zeit ein gewisses Maß an Lug und Betrug beim Erfassen unserer Alltagsrealität “einzupreisen”, also fix miteinzurechnen.

    Jetzt werden sich manche fragen: “Ja, aber wenn doch bei allen Umfragen ganz ähnliche Ergebnisse herauskommmen! Dann muss es ja stimmen, oder?”
    Ja, wer sagt denn, dass FPÖ und ÖVP immer nur ein einzelnes Unternehmen bestechen (vorzugsweise mit Steuergeldern)? Das wär ja nicht zielführend, oder? Warum nicht gleich alle?
    Beim ORF ist es ja sowieso praktisch, da bezahlen die Leute die Regierungs- und FPÖ-Propaganda
    gleich selber.

  8. Für den Schmähammer wäre der 3. Rang doch viel besser , um Blau – Schwarz zu erreichen. Wozu soll er sich noch anstrengen , es reicht doch , wenn er ausschließlich Kickl zu seinem Wahlkampf – Thema macht .

  9. “Wenn sich Nehammer und Kickl nach dem Wahltag plötzlich in den Armen liegen, werden sie erklären, dass sie das nur für Österreich tun.”

    So weit wird es nicht kommen.

    Ich hab viel nachgedacht, über die seltsamen Erscheinungen in den Medien der letzten Tagge und ich bin mittlerweile der Überzeugung, das Bablers SPÖ und auch die KPÖ Zuwächse verzeichnen konnten bei den Umfeagen. Und das ist auch logisch, weil die Demonstrationen gegen Rechtsextremismus etwas macchen mit den Leuten. Zum Glück.

    Dass plötzlich überall der Sellner auftaucht (auch bei zackzack heute, was ned unbedingt sein hätt müssen), und dass mit heute der Startschuss für die Neuauflage des altbewährten “Asylkrisenthemas” beim Standard gefallen ist….und nichtzuletzt, dass die roten Landesparteichefs Gift und Galle spucken und dem Babler mit Enthusiasmus das Hackl in Kreuz hauen, aus Angst vor einer starken Bundes-SPÖ, die sie womöglich schwächer dastehen lässt.

    Ich wünsche Andreas Babler und der Bundes-SPÖ, sowie auch der KPÖ weiterhin ALLES GUTE! GRATULATION ZUM FETTEN PLUS BEI DEN UMFRAGEWERTEN!

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Umfragewerte diesesmal, im “Superwahljahr” ausnahmsweise mal nicht manipuliert werden?
    Verschwindend klein.

    Man liest kaum ein Wort über den LAUFENDEN PROZESS zu den gefälschten und mit Steuergeld erkauften Umfragewerten. Karmasin ist ja nur die erste, die hier zur Verantwortung gezogen wird, es folgen noch weitere Anklagen.

    Wär schön, ab sofort wieder mehr darüber zu lesen auf zackzack! Wär sinnvoller, als ein Artikel über den Neonazi. Bittedanke.

    • Kann ich mir nicht vorstellen, Dosko geht gerade damit hausieren, dass er gute Erfahrungen mit der FPÖ im Burgenland gemacht hätte und deshalb dürfe man sie auch auf Bundesebene nicht ausschließen, obwohl der blaue LH Vize aus dem Burgenland Johann Tschürtz in diverse rassistische Skandale verwickelt war.

      • Ja, aber ich bin mittlerweile überzeugt, dass die bescheuerten Wortmeldungen von den roten Landesfürsten und Möchtegernlandesfürsten dem Zweck dienen sollen die Bundes-SPÖ zu schwächen, und due FPÖ und auch ÖVP zu stärken….. Und warum sollten sich Doskozil und Kobsirten dazu veranlasst sehen, ein erneutes und äußerst bemüht wirkendes BUNDES-SPÖ-BASHING zu veranstalten?

        Weil BABLER in Wirklichkeit jetzt VORNE IST BEI DEN UMFRAGEN! Und weil auch die KPÖ ordentlich dazugewonnen hat.

        • Hoffen wir das Beste, PRW war ja auch einmal bei 30% bevor sie der verhaltensauffällige Burgenländer sabotiert hat.

          • Eh ein Wahnsinn, wenn man daran zurückdenkt. Die Angst der Landesparteien vor der Bundes-SPÖ scheint groß zu sein.

  10. Also wenn jetzt der Wähler noch nicht begriffen hat, welch falsches Spiel die ÖVP hier treibt, dann ist die allgemeine politische Naivität in Österreich bereits auf einem beängstigendem Niveau.

    • Ich habe das Gefühl, die Nichtsnutzigkeit der Vaupen ist auf die jahrhundertealte Indoktrinierung durch die kath Kirche zurückzuführen.
      Ua sichtbar am totgeschwiegenen Dollfuß und seinem Arbeitermördertum.

    • Und Lüssel trifft sich mit Orban, welcher von Serbiens Vlcic daherfaselt, dass der schnellstens in die EU soll.
      Lüssel, der Maulwurf, die schwarze Eminenz, immer im Untergrund aktiv, äußert sich nie in der Öffentlichkeit, da schickt er seine 2 Muppets Khol und Rauch Kallat Bensdorp vor, damit sie unnötige Ezzes geben, die 2 Gruftis.

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