Donnerstag, April 25, 2024

Mit Sepp auf der richtigen Seite

Seit vorgestern steht es im Firmenbuch und erregt die ÖVP: ZackZack hat neue Gesellschafter. Wir werden ein bisschen stärker und ein schönes Stück breiter.

Aus dem Plenum des gestrigen Nationalrats wird über großen Ärger in den Reihen der ÖVP berichtet. Der Grund für die Aufregung hatte zwei Namen: „Sepp Schellhorn“ und „ZackZack“. Seit sich Schellhorn mit zwei Prozent an der Zack Media GmbH beteiligt hat, verstehen einige in der ÖVP ihre Welt noch weniger.

Was die ÖVP hier ärgert, ist ein Grund zur Freude: Ganz unterschiedliche Menschen haben sich zusammengetan, um den Neustart von ZackZack zu ermöglichen. Neos-Abgeordneter und Unternehmer Sepp Schellhorn ist einer von ihnen.

Die Biochemikerin und Wittgenstein-Preisträgerin Renée Schroeder ist dabei, gemeinsam mit Hannes Werthner, dem ehemaligen Informatik-Dekan der TU Wien. Johannes Zink führt seit Jahren als Rechtsanwalt viele der spektakulärsten Verfahren Österreichs und vervollständigt gemeinsam mit dem Arzt Herbert Weltler die Gruppe der neuen Gesellschafter.

Seit zwei Tagen stehen sie im Firmenbuch. Die ÖVP hat mit ihnen doppelten Grund zum Ärger: Erstens ist jetzt klar, dass ZackZack weitermachen und in die Redaktion investieren kann.

Der zweite Grund ist mindestens gleich wichtig: ZackZack wird nicht nur ein bisschen stärker, sondern auch deutlich breiter. Wenn jetzt einige gleichzeitig meinen, dass Schellhorn linksradikal und Pilz neoliberal geworden ist, dann stelle ich klar: Liberal, was die vielen wertvollen und so gefährdeten Freiheiten betrifft, bin ich genauso gerne wie Sepp Schellhorn sozial ist und das jeden Tag in seinen Betrieben zeigt.

Mund nicht halten

Im Nationalrat haben wir uns kennengelernt, weil wir beide eines gemeinsam haben: Wo andere ständig den Mund halten, können wir das nicht. Das ist auch der Grundsatz von ZackZack: über alle Tatsachen berichten, egal, wem das gerade nicht passt.

Vielleicht wird mich Schellhorn demnächst einmal anrufen: „Peda, wos is des fia a Bledsinn, wos du do schreibst“. Dann werde ich ihm in meiner feinen Art antworten: „Sepp, schreib söba wos und erklär oin (allen), warum i an Bledsinn g´schriebn hob“.

Dann werden sich andere dazu melden und wir werden das tun, was in einer guten offenen Gesellschaft üblich ist: unter Freunden über etwas Konkretes streiten, weil wir wissen, dass wir bei den großen Dingen verlässlich auf derselben Seite stehen: auf der Seite der Freiheit.

Titelbild: HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com, Renée Schroeder, Hannes Zink, Hannes Werthner

Peter Pilz
Peter Pilz
Peter Pilz ist Herausgeber von ZackZack.
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71 Kommentare

  1. Sepp Schellhorn war mir immer sympathisch, auch wenn ich “seine Partei” nicht schätze. Ich freue mich, dass ZackZack jetzt wieder mehr finanziellen Rückhalt hat und bleibe dem Medium weiterhin treu.

  2. Bei welchen Medien in Österreich sind noch aktive Politiker beteiligt?
    Ist aber auch Herr schellhorn schon wieder immun?

    • Gute Frage. Der Mob echauffiert sich sonst schon bei Privaten. Witz am Rande: Während BML 25.000.- Euro als “Grunderbe für alle 18 Jährige verlangt, wetterte das Sepperl gegen ein Klimaticket für dieselbe Personengruppe als “das kann es doch nicht sein”.

  3. Die EU setzt auf Kriegswirtschaft. Dürfen wir auf einen Beitrag dazu hoffen?

    Ist ja kein “Lercherl”….

  4. Gut so, dass sich Zackzack breiter aufstellt und wirtschaftlich absichert.

    An die Kritiker im Forum:
    wäre es euch lieber, dass Zackzack nicht mehr existiert?

    Gut, dass PP dieses wichtige Sprachrohr gegen die gekaufte Regierungspropaganda am Leben erhält und finanziell sicherstellt.

    Von den Medienbeauftragten Raab und Blimlinger kann man eine Absicherung und Unterstützung der Meinungsfreiheit nicht erwarten.

    Diese zwei so leicht Steuerbaren sind vollauf damit beschäftigt, die Busenfreunde Dichand, Fellner und Schütz mit Steuergeld für deren üble Meinungsmache zuzuschütten.

    Medienpolitik a la Türkis/Grün!

  5. Johannes Zink ist doch der Anwalt der WKStA- Chefin und Doskozil. Ermittelte nicht unlängst die WKStA gegen Dosko? Leck mi am Oasch is des a Sumpf. Was wollte Zz trockenlegen? Mittendrin statt nur dabei.

  6. Die neoliberale Wende bei ZZ? Wäre interessant zu wissen, was da die Marxisten Wisser und Misik dazu meinen, wenn plötzlich ein neoliberaler Abkömmling der ÖVP Gesellschafter geworden ist. Heisst es nun bald “Beate for president” ?

    • “Schau ma amoi, daun seng ma eh!” Natürlich finde ich es wichtig, dass es im Lande Österreich Kritiker gibt. Betätige mich selbst gerne ich als solcher. Aber wegen des 2%igen Anteils von Sepp Schellhorn gleich in Panik vor Beate zu geraten, wäre doch eine veritable Überreaktion. Ich finde es sogar gut, in einer Redaktion Menschen mit sehr unterschiedlichen Zugangsweisen zu politischen Fragen zu haben. Wohin das Köcheln in der redaktionellen Einheitssuppe führt, haben uns die Mainstream-Blätter ja jahrzehntelang vorgemacht (Onkel Hans, schau owa!). Außerdem halte ich sowohl SH als auch PP für Manns genug, wenn es gar nicht passt, sich auch wieder (vermutlich deutliche hör- und lesbar) zu trennen. Weiterhin gilt das alte Sprichwort: “Z’tot g’fiacht is a g’stuam!” Sollte dies den ÖVP-Granden in ihrer ZZ-Erregung passieren, tja, shit happens!

  7. Gratulation an Pilz und sein Medium. Die Nachricht, dass ÖVP-Nationalräte sich darum sorgen, ob ein Medium wie ZackZack existiert, klingt einerseits vertraut. Andererseits sollten wir uns nicht darüber täuschen, wie abnormal dieser Zustand ist. Nationalräte sind Volksvertreter und hier liegt ein weiterer Hinweis vor, dass bei uns “Volksvertreter” am Werk sind, denen die Volksinteressen egal sind und die sich darüber hinaus jenen Grenzen verweigern, die ihnen der Rechtsstaat auferlegt.

  8. Gratulation, ich freue mich, dass Z.Z. jetzt finanziell auf solideren Beinen steht. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn der Sepp hier auch was schreibt. Ich denke der hat das Herz schon auf dem rechten Fleck. Der Frau Blimlinger möchte ich ausrichten, dass sie sich schämen soll. Unabhängige Presse gibts in Österreich nur mehr auf engagierter Privatinitiative. Das ist beschämend und noch beschämender ist, dass drittklassige Schundmedien der übelsten Sorte wie “Heute” und “Drexxpress” von unserem Steuergeld finanziert lügen und hetzen. Wie kann man als verantwortungstragende Politikerin so etwas zulassen? Gehen sie in Pension, wenn sie kein Interesse an ehrlicher parlamentarischer Arbeit haben. Von ÖVP Quotenfrau Raab hab ich nichts anderes erwartet, aber für eine Grüne ist so etwas schändlich.

    • Gratulation auch an Sie ! Sie haben die Liebe zum Neoliberalen entdeckt. Was hat der Sepp doch als erstes bei seinem Polit-Comeback gefordert ? Senkung der Lohnnebenkosten ….. Fragens’s mal im mommentum-Institut nach, was man darunter versteht und ob das gut für die Arbeitenden ist. Ein toller Typ der Sepp.

      • Dasselbe wie der Herz-am-rechten(!)-Fleck-Sepp verlangen übrigens auch die FPÖ, die ÖVP und die Wirtschaftsverbände. Während Andreas Babler – da hat er einmal ein Korn gefunden – die Senkung der Lohnsteuer für die Arbeitnehmenden fordert, was weit besser ist.

      • @Kritiker, vielleicht fragen sie einmal nach, ob er den Sozialstaat deshalb abschaffen wollte. Sozialleistungen kann man auch auf anderem Wege finanzieren als dadurch, Klein und Mittelständler auszuplündern, z.B. durch mehr Steuergerechtigkeit was Großkonzerne betrifft. Oder hat Schellhorn da was dagegen?

        • Ach habe vergessen, sie sind als Kommunist ja eher für ein Volksvermögen und weniger für privates Unternehmertum. Eine Diskussion ist dann ohnehin obsolet.

        • @baer
          Merke! Putinkoffer sind auch keine Kummerln – die tun nur so als ob… (“Kreidefresser”, damit’s ihre ideologisch rhetorischen Nebelgranaten hier werfen können…)

        • Ein beträchtlicher Teil der Sozialleistungen und auch das 13. und 14. werden aktuell durch die so bekämpften Lohnnebenkosten finanziert. Dass es auch andere Wege gäbe, sei dahingestellt, z. B. über saftige Erbschafts- und Vermögenssteuern. Ob der Sepp dafür zu haben sein wird ? Glauben Sie auch an den Nikolaus ? und selbstverständlich entspricht es meiner Gesinnung – auch hier gehe ich mit dem sonst von Ihnen so geliebten Babler konform – dass das Privateigentum an Produktionsmitteln das Herz des Kapitalismus darstellt und überwunden werden muss. Das ist ein Kernthema der maristischen Geschichtsauffassung. Sie sollten sich entscheiden: Sind Sie jetzt für den Marxisten Babler oder für den neoliberalen Schellhorn? Bekennen Sie Farbe.

    • In dem Fall: abwarten und Tee trinken.
      Bin kein Fan von Schellhorns Sozialpolitik.
      Als Investor: abwarten und Tee trinken.
      Bezos gehört dieWashington Post. Mischt sich inhaltlich nicht drein. Gutcso.

  9. War das nicht der Politiker welcher damals öffentlich verlautete, dass man nicht Jedem in diesem Lande helfen könnte?
    Wenn ja, hat sich dieser bei denen, welchen man dann eben nicht geholfen hat, wenigstens einmal entschuldigt?

  10. ich finds absolut gewinnbringend, wenn das meinungsspektrum breiter wird.
    ich muss ja nicht mit allem immer d`accor gehen.
    im gegenteil.
    mein bester freund ist im grunde seines herzens ein stockkonservativer.
    wir kommen trotzdem sehr gut miteinander aus, weil wir die meinung des anderen respektieren.

    und genau so sollte es überall sein.

    was halt gar ned geht sind persönliche beleidigungen, das bestreiten von wissenschaftlichen tatsachen, gesetzeswidrigkeiten und generell menschenverachtung.

  11. Wird Peter Pilz bei der Nationalratswahl auf der NEOS-Liste antreten? Man könnte auch noch Haselsteiner, Gusenbauer oder gar Martin Ho eine Beteiligung anbieten.

    • Ja die NEOS…. – für mich nach wie vor eine Privatpartei für Oligarchen?
      Was waren denn deren bisher größten Erfolge als politische Partei in diesem Lande?

      • Ich würde einmal sagen, die parlamentarische Kontrolle durch ihre Rolle als Oppositionspartei und ihre wirklich engagierte Arbeit in den verschiedenen U-Ausschüssen. Die sucht im Parlament ihresgleichen. Was bitte soll diese kleine Partei in Opposition den sonst noch für Wunder vollbringen?

        • Als noch Herr Strolz am Ruder war, welcher für mich komplett authentisch auftrat und agierte, machte mir diese Parei noch einen sehr guten Eindruck, auch was die Ethikbetrachtung ihrer politischen Ziele anbetraf
          Aber als ich dann las, dass die neue Chefin zur Bilderbergerkonferenz pilgerte und danach 100 Prozent die Corona Politik angebetet hat, fing ich doch ein wenig an zu Zweifeln… – der Höhepunkt für mich aber war die noch immer unfassliche Aussage eines damals aktiven tätigen Politiker, der mir bis dorthin auch keinen schlechten Eindruck machte, auch noch in höchster Not im Lande, “dass man eben nicht jedem in diesem Lande helfen könnte…”

          • Schauen Sie, die Bilderberger-Beate tut halt das, was man ihr aufträgt. Chef ist bei diesem Verein immer noch der Haselsteiner, die graue Emminenz. Die anderen sind Schachfiguren.

      • Unruhe stiften und Gesellschaft spalten.
        Beate mit Rendi gemeinsam zu den Bilderberger
        fahren um Anweisungen abzuholen… zum Wohle
        Österreichs.

        • Was für ein Schwachsinn. Ehrlich, müssen wir uns diesen Dreck jetzt dich nächsten 10 Jahre anhören? Machen sie eine Therapie, wenn sie nicht damit zurecht kommen, was ihnen während der Pandemie angeblich ach so Schreckliche angetan wurde, aber lassen sie uns um Himmels Willen endlich mit dem Getrenze in Ruhe.

          • “Machen’s halt eine Therapie” sagte der Verbrecher zu seinen Opfern. Wie die katholische Kirche zu den missbrauchten Kindern auch sagte, macht’s halt eine Therapie.

        • @Kritiker, bei ihnen sitzt das Wort “Verbrecher” schon recht locker. Und nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich.

          • Im allgemeinen sage ich dieses Wort nicht so locker. Aber bei den Verursachern und den wichtigsten Mitläufern der Plandemie, die nie wirklich ein Pandemie war, spreche ich von einem Verbrechen und von Verbrechern. Hundert Millionen zusätzliche Hungertote (Oxfam, Welthungerhilfe bezeugen das) durch Lockdowns, eine traumatisierte Jugend, die massive Einschränkung von Grundrechten ohne Not, das einsame Sterben von Senioren in den Heimen ohne Besucherzugang, das Zwingen von Menschen zu Testen, Masken und Impfungen, das alles kann nur mit dem Begriff Verbrechen bezeichnet werden. V. a. auch, weil es nicht einfach nur passierte, sondern gezielt geplant war. Zum Nutzen der Milliardäre und der Mächtigen weltweit.

  12. Eine breitere Aufstellung bedeutet auch Meinungsvielfalt, etwas, was dem immer enger werdenden Meinungskorridor im Forum entgegenwirken sollte.

  13. Stärker und breiter? Wäre cool wenn auch die Software der Forumsseite davon profitieren könnte. Wenn ja, werde wahrscheinlich nicht nur ich überlegen wieder ins Abo einzusteigen. Am besten so wie es vorher war. Dass sich dies auszahlt hat man ja auch daran gesehen dass bei jedem halbwegs interessanten Beitrag mind. dreimal so viele Stellungnahmen erfolgten, was gefühlt auf mehr Leser und damit auf mehr Abonnenten schließen ließ. Wenn das kein Gehör findet dann wärs zumindest leiwand wenn man unsere Stellungnahmen wieder bearbeiten könnte. Man kann ja nicht einmal bei längeren Kommentaren zum Anfang scrollen um zu überprüfen ob sich Fehler eingeschlichen haben. (hoff dass nicht nur ich dieses Problem habe da ich’s nicht check).

    • 👍 vollste Zustimmung, das wäre auch mein Wunsch, denn mich ärgert es auch, daß man nicht mal mehr seinen Beitrag bearbeiten kann und auch sonst, gibt es einige Dinge wie z.b.,daß man nicht mehr immer direkt antworten kann usw., also ja, man muß mit dem “arbeiten” was da ist, aber diese Forumssoftware ist wirklich nicht toll.

      Also wenn sich da auch was ändert, dann gäbe es für ZZ 100 👍 und eine neue Abo mehr, weil dann würde ich nicht mehr lange überlegen es wieder zu nehmen.

  14. Gratuliere, ich finde es toll, daß ZZ weiter bestehen bleibt, sollen sich die ÖVP-ler aufregen, ist gut für den Blutdruck, falls er zu nieder ist.

    Und die Blimlinger soll ich ihre schepperten Zähne rausnehmen und damit selber in den Hintern beissen, weil sie wird sich sowas von ärgern, ZZ schafft es auch, ohne die Medienförderung die sie ja lieber dem Drecksprexxx reingeschoben hat.

    Freue mich schon, wenn es mal dazu kommt, daß, der Sepperl mit dem Peterl ,hier offen einen “Streit” unter Freunden austragen 🙂

    • @soschautsaus
      Absolut meine Meinung 👍
      Am meisten freue ich mich aber über die Blumblinger wenn sie sich freut. Ganz mein Fall! Und Schmitti hat wieder was zu schwafeln.

  15. Statt Schellhorn wünsch ich mir mehr Gesellschafter/innen wie Renée Schroeder eine ist..

    Komoetent und konstruktive Geisteshaltung, eo Andere noch wehklagen….was alles schwierig sein/werden könnt packt sie schon an und macht mediale hochqualitative Gesundheitsförderung!

    Der Sepp kann blaaatzen und kochen. Sagt eh keiner, dass das schlecht ist…. Mir wärs trotzdem lieber, er würd der Bundespolitik fernbleiben….so wie er das kommuniziert hat.

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