11. Okt. 2026
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    Zehn Jahre jünger: Sauerstoffradikale und der oxidative Stress

    Sauerstoffradikale können in unserem Körper großen Schaden anrichten und den Alterungsprozess beschleunigen. Mit der richtigen Ernährung, die auf genügend Antioxidantien achtet, kann man dem schädlichen Einfluss der Radikale vorbeugen. Ernährungstabelle inklusive!

    Chemisch gesehen ist ein Radikal ein Atom mit einem freien Elektron, dem also ein Elektron fehlt. Elektronen kommen gerne als Paare vor. Fehlt dem Paar ein Elektron, sucht sich das einsame Elektron ein zweites und „stiehlt“ dieses beim Nachbarmolekül. Dabei wird dieses dann beschädigt, und sucht beim nächsten Molekül wieder eines. Bei dieser Kette an Reaktionen entsteht ziemlicher Schaden, wenn diese Radikale nicht schnell genug eingefangen werden.

    Sauerstoffradikale sind sehr reaktionsfreudig. Auf Englisch heißen sie „ROS“ – Reactive Oxygen Species.

    Die Sauerstoffradikale schädigen viele Moleküle in der Zelle, auch unsere. Das kann zu Krebs führen und nachweislich den Alterungsprozess beschleunigen.

    Hier findet ihr eine Liste der Lebensmittel mit hoher Radikalfänger-Kapazität (je 100 g). Je höher der im Folgenden angegebene ORAC-Wert, desto besser können diese Lebensmittel Radikale binden. Empfohlen sind zwischen 5.000 und 7.000 Einheiten pro Tag:

    Gewürznelken:290.000
    Zimt, gemahlen:131.000
    Oregano, Rosmarin, getrocknet130.000
    Kurkuma:127.000
    Hagebutten: 96.000
    Kakaopulver, dunkle Schokolade: 50.000
    Vollkornreis: 24.000
    Grüne Bohnen: 13.700
    Walnüsse: 13.000
    Haselnüsse: 9.600
    Blaubeeren und Cranberries:9.000
    Artischockenherzen:7.900
    Brokkoli: 3.080
    ORAC-Wert pro 100g

    Zum Vertiefen:

    Mitko Mladenov et al: Antioxidants (Basel) 2023:

    Oxidative Stress, Reductive Stress and Antioxidants in Vascular Pathogenesis and Aging

    Weitere Beiträge aus der Serie “Zehn jahre jünger” von Renée Schroeder

    Titelbild und Video: Ilsebill Barta

    Autor

    • Renée Schroeder

      Renée Schroeder ist eine der führenden Biochemikerinnen Europas. Als Wittgenstein-Preisträgerin lehrte sie an der Universität Wien. Heute lebt sie auf dem Salzburger Leierhof und beschäftigt sich mit wilden Kräutern, die sie verarbeitet. Für ZackZack beschreibt sie die ebenso folgenreichen wie weitgehend unbekannten Entwicklungen der technischen Eingriffe in die Grundlagen unseres Lebens - bis hin zur Abschaffung des Alterns.

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