Macht Gewessler die Asfinag Grün?

Räumt Leonore Gewessler (Grüne) in der Asfinag auf? Heute wurden der Aufsichtsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin abberufen. Es steht der Verdacht im Raum, dass man sich unter Norbert Hofer Plätze im Asfinag-Aufsichtsrat kaufen konnte.

 

Wien, 31. August 2020 | Kickt Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) die Blauen aus der Asfinag? In der Zeit von Norbert Hofer als Verkehrsminister färbte man die Asfinag blau ein. Peter Franzmayer wurde zum Aufsichtsratvorsitzenden. Er ist zwar kein FPÖ-Parteimitglied, aber Mitglied bei der schlagenden Burschenschaft „Oberösterreicher Germanen in Wien“.

Hauptversammlung

Im Jänner 2019 stimmte Franzmayer dann für die Bestellung von Hartwig Hufnagl als Asfinag-Vorstand. Pikant, denn Franzmayer ist der Trauzeuge Hufnagls. Jetzt will Leonore Gewessler Peter Franzmayer austauschen.  Auch Franzmayers Stellvertreterin Kornelia Waitz-Ramsauer soll ausgetauscht werden. Sie wurde ebenfalls von Norbert Hofer auf FPÖ-Ticket in den Aufsichtsrat berufen.

Am Montag kam es zu einer Hauptversammlung. Harald Frey von der TU Wien und Christa Geyer (Kompetenzzentrum Osteuropa Raiffeisen) werden ihre Nachfolger. „Der Verkehrssektor steht gerade im Klimaschutz vor großen Herausforderungen. Der ASFINAG als großer Betreiberin von Infrastruktur in Österreich kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Ich freue mich sehr, dass wir so kompetente und vielfältige Kandidatinnen und Kandidaten für ein Mandat im Aufsichtsrat gewinnen konnten. Ich bin überzeugt, sie werden ihre umfassenden Fähigkeiten in den nächsten Jahren intensiv einbringen“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler in einer Aussendung.

Zu verkaufen?

Bereits im Februar hatte Gewessler Siegfried Stieglitz aus dem Asfinag-Aufsichtsrat abberufen. Er überwies an den FPÖ-Verein „Austria in Motion“ 10.000 Euro – wie zackzack exklusiv aufdeckte. Dies geschah wenige Tage vor der Wahl 2017, Verwendungszweck: „Wie vereinbart“. Deshalb führt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Norbert Hofer aktuell als Beschuldigten. Der Verdacht: In den Asfinag-Aufsichtsrat konnte man sich via FPÖ einkaufen. Für Norbert Hofer gilt die Unschuldsvermutung.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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