Donnerstag, April 25, 2024

Was denn nun? Köstingers 180-Grad-Wende bei Skipolizei

Vergangene Woche sprach Tourismusministerin Elisabeth Köstinger noch davon, die Polizei auf Skipisten wegen Corona einsetzen zu wollen. Doch im gestrigen „Krone“-Interview ist plötzlich keine Rede mehr davon. Es solle jetzt sicher keine Skipolizei geben. 

Wien, 7. Dezember 2020 | Das ZIB2-Interview am 26. November mit Tourismusministerin Köstinger (ÖVP) sorgte bei vielen Zusehern ob der Widersprüche und unglücklich gewählten Vergleiche für Verwirrung. Auf das Interview folgte die Idee des Polizeieinsatzes auf Skipisten. Die Reaktionen darauf waren Kopfschütteln bis Belustigung.

Die 13 Jahre alte „Echt Fett“-Parodie, die in den Kommentaren erwähnt wird, trifft für viele Nutzer die Vorstellung einer Skipolizei à la Köstinger am besten.

Kleine große Planänderung

Nun scheint die Bundesministerin ihre Meinung diametral geändert zu haben. So sagte sie im gestrigen „Krone“-Interview, es würde sicher keine Skipolizei geben. Damit drehte sie ihre eigene Aussage nach gerade Mal einer Woche ins komplette Gegenteil um. Die Polizisten hätten ihrer Meinung nach genug zu tun.

Lapidar kommentiert SPÖ-Nationalratsabgeordneter Andreas Kollross die Stimmungsschwankungen der Ministerin auf Twitter:

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

Köstinger schimpft zudem auf Brüssel. Von der EU wolle sie sich bezüglich Eröffnung der Skisaison nichts sagen lassen – obwohl ein koordiniertes EU-weites Vorgehen vor allem durch Österreich torpediert wird.

Die Ministerin meint unterdessen, mit Sicherheitsvorkehrungen den Skibetrieb starten zu können. Laut aktueller Verordnung dürfen Seilbahnen ab dem 24. Dezember öffnen.

Pistenpolizei gibt es schon

Der Bundesregierung dürfte jedoch entgangen sein, dass es (unabhängig von einer Pandemie) auf Skipisten schon länger eine Präsenz von ausgebildeten Einsatzkräften der Polizei gibt – die Pistenpolizei.

Ihre Aufgabe ist es allerdings nicht, sicherzustellen, dass Masken getragen werden oder der 1-Meter-Abstand eingehalten wird, sondern die Durchführung von Erhebungen nach Skikollisionen und Alpinunfällen, sowie Suchaktionen und Präventivarbeit.

(nb)

Titelbild: APA Picturedesk

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