Samstag, Februar 24, 2024

Satire-Blatt sagte Gabalier-Magazin schon vor fünf Jahren vorher

Bereits im Jahr 2018 schrieb die “Tagespresse” über eine eigene Zeitung von Andreas Gabalier. Jetzt wird der Volksrock’n’roller tatsächlich Chefredakteur.

Wien | Solche Vorhersagen bringen sonst nur die “Simpsons” zusammen. Die US-Kultserie hat etwa schon Jahre zuvor einen US-Präsidenten namens Donald Trump in einer ihrer Folgen gezeigt und sogar die Tigerattacke auf den Magier Roy kommen sehen. Ein derartiges Orakel hat nun auch Österreich.

Tagespresse wusste es schon im Jahr 2018

Aufmerksamen Lesern der “Tagespresse” wird die Meldung am Donnerstag über das neue Magazin des Musikers Andreas Gabalier bekannt vorgekommen sein. Denn die Satire-Zeitung titelte bereits im Dezember 2018: “Genug von linken Medien: Gabalier präsentiert eigene Zeitung“. Anlass war damals ein Konzert des Volksrock’n’rollers in der Wiener Stadthalle, als er gegenüber seiner Fans gegen die Zeitungen “Standort und Flatter” (Standard und Falter, Anm.) schoss, weil er sich von diesen in ein rechtes Eck gedrängt gefühlt hatte.

Die “Tagespresse” kreierte bereits damals ihre ganz eigenen Vorstellungen einer Gabalier-Zeitung. Darunter Artikel über die “Kulturtechnik G’sunde Watsch’n” oder wie man sich mit einem Hirschgeweih die Zähne putzt.

Fünf Jahre später, am vergangenen Donnerstag, erinnerte das Satire-Blatt dann auf Twitter auch selbst an ihren Geniestreich aus 2018: “Fünf Jahre früher informiert. Mit einem Tagespresse-Abo.”

Titelbild: HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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5 Kommentare

    • Wie ich aus vertrauenswürdiger Quelle strengstens eingeweihter Kreise im österr. Nutztier-Zuchtverband in Erfahrung bringen konnte, dürfte es kürzlich tatsächlich erfolgreich gelungen sein, eine komplett neue Schweinerasse in einer Zuchtanstalt der OÖ-NÖ-ARGE „zu entwickeln“. Eine Erfragung zum genauen Standort dieser Weltsensation war mir leider nicht möglich. Gemäß den begeisterten, etwas nuschelnden Angaben eines maßgeblich mitverantwortlichen Produktentwicklers (Anm. im Nebenjob Miliz-Verbindungsoffizier) gelang es demnach unter Aufbringung größter Mühen und professioneller Expertise – was auch sein Präsident (Anm. im Nebenjob Rosenzüchter) und ein Museumswärter a.D. heftig nickend grinsend bestätigten – eine bereits schon länger vom Wettbewerb im Verborgenen gezüchtete blaue Schweinerasse nun erfolgreich in eine eigenständige türkise zu evolvieren. „Das aller wichtigste in diesem bahnbrechenden Projekt war uns, dass dieser Zuchterfolg im äußeren Eindruck abseits vom Mainstream absolut neutral erscheint. Das atemberaubend Sensationelle an diesem epochalen Zuchtergebnis ist aber, dass es kein fleischliches, sondern ein veganes(!) Lebensmittel ist. Es schmeckt zwar nach Schwein, meinte er zwinkernd, sieht auch so aus, sowohl im SlimFit Outfit wie auch -Kostüm, riecht und quiekt und grunzt geradezu besonders zum Verwechseln ähnlich wie ein rosafarbenes aus herkömmlich ziviler Haltung, ist im Grunde aber tatsächlich keines! Völlig neue Aspekte im gesetzlichen Rahmen ergäben sich darüber hinaus! Nun gilt es nur noch, die Verbraucher und -Innen von den immensen türkisenen Vorteilen zu überzeugen, was im bereits erprobten, einschlägig medialen Campaigning gelingen wird. Diese bahnbrechende Idee wurde unter der angestrebten Handelsbezeichnung „SchVein“ bereits zum Patent angemeldet, allerdings gelte es noch, einen kleinen Pferdefuß (keine Sauklaue!) daran zu beheben: Nämlich, dass die Fütterung dieser veganen SchVeine noch ein wenig zu optimieren sei, weil sie (noch) Geld fräsen*. Was bis auf weiteres aber noch kein gravierendes Problem darstellt, solange es dieses monetär inflationäre Überangebot in diesem Marktsegment bzw. -Milieu gäbe, wie er glaubhaft versicherte. Für die Zukunft sei aber angestrebt, andere, ökonomischere Formen der Fütterung – bei möglichst gleichbleibender UA-Qualität – zu finden.“ Übrigens würde diese neue Rasse in eigens dafür zertifizierten Ställen in bewährt AMA konform diskret gepferchter Massenhaltung Umwelt schonend „gezogen“, wie es weiter heißt. Lastbutnotleast sei noch angedacht, diese nur bei gemeldet dringendem Bedarf in die Bundesländer, vorzugsweise Wien, OÖ und Tirol, zu exportieren. Transporte ins restliche Ausland sind ausgenommen ideologisch affiner Hedgefonds vorerst noch keine angestrebt, wie weiter glaubhaft ausgeführt wird.

      *) Ein Weltklassekonjunktiv wie ich meine!

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