Dienstag, März 5, 2024

“Was hat der Wiener Weg gebracht?” – Hacker in “ZiB2”

War der Wiener Weg bei den Corona-Maßnahmen wirklich so “konsequent”, wie die Stadtregierung es immer betonte? Das wollte ORF-Moderator Martin Thür am Donnerstag von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) wissen.

Wien | Auch Wien macht nach drei Jahren Pandemie Schluss mit den restlichen Maßnahmen. Ende Februar fallen die Masken in Öffis, Apotheken, Spitälern und Pflegeheimen. Auch ein PCR-Test für das Betreten eines Krankenhauses ist dann nicht mehr nötig.

Hacker: In die Welle “hineinbremsen”

Die Lage in den Spitälern und aktuelle Modellrechnungen würden es erlauben, dass künftig auch in der Bundeshauptstadt keine Maßnahmen mehr nötig seien, argumentierte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) das Ende seines „konsequenten Wiener Weges“. Warum dann noch bis Ende Februar warten, wollte „ZiB2“-Moderator Martin Thür am Donnerstagabend von seinem Interviewgast, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (ebenfalls SPÖ), wissen. Schließlich kommen in Gastronomie, Theater, Kino und den meisten anderen Lebensbereichen schon lange wieder viele Menschen ohne Maske auf engem Raum zusammen.

Es sei in den letzten Wochen im Februar wichtig, noch in die bevorstehende Infektionswelle, die im März ihren Höhepunkt finden werde, „hineinzubremsen“, so Hacker. Dennoch könne man die Maßnahmen dann beenden, weil die Welle zwar infektiös sein werde, aber nicht kränker mache. Die Maskenpflicht in den Öffis sei laut dem Gesundheitsstadtrat deswegen so lange aufrechterhalten worden, weil es sich viele, auch vulnerable Personen, nicht aussuchen können würden, da viele von ihnen auf die Öffis angewiesen seien, etwa wenn sie zur Arbeit müssen.

Alles richtig gemacht?

Thür bohrte nach, präsentierte Hacker eine Statistik der Stadt Wien, wonach die Übersterblichkeit in der Hauptstadt nicht unter dem Durchschnitt von ganz Österreich liegt. Hat der konsequente Wiener Weg dann überhaupt was gebracht? – eine Diskussion, auf die sich Hacker erst gar nicht einlassen wollte. Man sei bei den Maßnahmen keinen Statistikwettbewerb eingegangen. Es sei stets wichtig gewesen, „Gesundheitspolitik für die Sicherheit der Bevölkerung“ zu machen. Ein großer Teil der Wiener hätte den Weg gutgeheißen, so der Stadtrat. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich mich jetzt rückblickend für was auch immer entschuldigen sollte.“

Hacker wusste auch sonst nicht, für was er sich bei der Wiener Bevölkerung entschuldigen sollte, auch wenn in drei Jahren Krisenmanagement natürlich auch Fehler passiert seien. Dass man bei der SPÖ, indem man die Impfpflicht mitgetragen hat, zu einer gesellschaftlichen Spaltung beigetragen habe, wies Hacker zurück. Man habe von der Wiener Bevölkerung immer wieder das Feedback erhalten, diese mitzutragen. Der Stadtrat erinnerte jedoch daran, dass die Idee einer Impfpflicht damals von der ÖVP kam und nicht von der Sozialdemokratie.

Hacker äußerte sich auch zum Zwist mit der Ärztekammer und den Ermittlungen zum Donauinselfest. Das ganze Interview sehen Sie hier.

Titelbild: Screenshot ORF

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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56 Kommentare

  1. Der Mediziner Dominik Wlazny alias Marco Pogo hat im August 2021 vor seinem Konzert rund 30 Menschen gegen das C-Virus geimpft. Alle über 18 mit Johnson&Johnson, darunter ab 12 (!) Biontech/Pfizer. Herr Wlazny kannte hoffentlich den gesundheitlichen Zustand dieser Personen und hat diese ausreichend informiert, bevor er ihnen das “Jaukerl” gab.
    Diese “Ärzte” und die Veranstalter solcher “Show-Impfungen” sollte man auch genauer anschauen.

  2. Ich bin hier ohne jegliche ideologische Komponente mit vielen einer Meinung. Es MUSS ein Corona U-Ausschuss her um all die Förderungen, Hauruck-Gesetze, Lockdowns etc… ganz genau zu durchleuchten.

    Was in dieser Zeit alles passiert ist wird Jahrzehnte der Aufarbeitung benötigen, oder für immer unter den Teppich gekehrt werden.

    Es muss angesprochen, diskutiert, untersucht und am wichtigsten von allem: Daraus gelernt werden! Für die Zukunft und unsere Kinder.

    • Das alles wieder einfach so nur als Fehler abzutun aus dem dann wieder für die Zukunft gelernt wird, oder irgendein Gesetz dann wieder ein wenig verbesser und verschärft werden würde, ist bereits eine Verhöhung von den zahlreichen Menschenleben. Aber es ist dabein allein schon mächtig beängstigend, dass Menschenleben anscheinend überhaupt nichts mehr zählen und Aufklärungen von deren vielleicht nicht natürlichen oder leicht zu verhindert gewesene Toden gar nichts mehr zählt?
      So war das alles nicht dem Stand der Technik und der Wissenschaft entsprechend, obwohl von zahlrichen Experten, welche sich als solche bezeichnen dürfen, ständig begleitet.
      Jeder der schon einmal verantwortlich für Menschenleben und Menschengesundheit war, fühlt sich hier schon pervertiert verarscht! – Auch wenn er in dieser Zeit auch noch als Schwurbler bezeichent wurde…

  3. Die Maskenpflicht und die Impflicht sind und waren wenigstens ein Thema, auch im Mainstream und unseren viel besungenen Qualitätsmedien
    Die Übersterblichkeit und die Zerstöriung der psychischen Gesundheit unsere Kinder sind es auch heute noch immer nicht wirklich

    Wie ich aber schon öfter schrieb, steht hier deshalb auch weiter der dringende Verdacht eines Massenmords mindestens aber die fahrlässige Massentötung nach wie vor virolent im Raum?

    Da können die Verantwortltlichen nur Hoffen und dafür weiter beten, dass die gekauften Medien weiter alles unterdrücken und unter dem Tisch halten? – Sonst…

    Zackzack war am Start zumindest ein Aufdeckermedium, jetzt bin ich mir gerade in dieser Thematik nicht mehr ganz sicher…

  4. Impfplicht war eine Idee der ÖVP?
    “Wenn wir auf Nummer sicher gehen wollen, dann gilt ein klares Ja zur Impfpflicht.” Das betonte SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner Donnerstagabend in der “ZiB2”.

      • Kaiser wollte Geimpfte sogar mit gelben Bändchen hervorheben, damit man gleich erkennen kann, wer zur Gesellschaft gehört und wer draußen bleiben muß.

  5. Info: Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, ehemals Professor an der Wiener Uni, wegen seiner Kritik an den Corona-Massnahem diffamiert und aus Wien vertrieben, ist vor wenigen Tagen vom Gericht freigesprochen worden betreffend der Ausstellung von Impfbefreiungsbeschinigungen.
    Freispruch. Es gibt noch Gerechtigkeit in diesem Land, wenn auch immer seltener.

  6. Was hat der Wiener Weg gebracht ?
    1. Völlig überfüllte Kinder- und Jugendpsychiatrien, suizidale und depressive Kinder.
    2. Bildungsrückstand wie nie zuvor nach dem 2. Weltkrieg.
    3. Eine Bevölkerung, die sich das Heizen nicht mehr leisten kann und tagsüber in die Wärmestuben der Caritas flüchtet.

    Aber Hacker und Ludwig scheint es gut zu gehen, wie man sieht, haben sie in Pandemie-Zeiten und Energiekrisenzeiten sogar noch an Gewicht zugelegt.

  7. Hacker ist mit seinen Aussage einer der besten Gründe, warum wir zur Aufarbeitung einen Corona UA brauchen.
    Man sieht bekanntlich nur die Spitze des Eisbergs..

  8. Einer der Sargnägel der SPÖ. Einer der weg muss um Besseren die Chance zu geben. Kommunikationstechnisch 0/5. Auf Schnabl Niveau. Katastrophe!

  9. Die Schweiz hat im April alle Maßnahmen aufgehoben – seitdem sind alle gestorben wie wir alle wissen. So ein selbstgerechter Trottel

    • Strafanzeigen gegen die Regierung laufen. Die haben alles gewußt. War ja vorher schriftlich publiziert;
      ist schwierig abzustreiten…

  10. “Ich wüsste jetzt nicht, warum ich mich jetzt rückblickend für was auch immer entschuldigen sollte.“ Genau diese Dekadenz, diese Parallelgesellschaft in der sich eben ein Hacker bewegt, macht es für viele Menschen recht schwierig, die SPÖ zu wählen. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, ein wenig Demut zu zeigen oder zumindest etwas selbstkritischer mit dem Thema umzugehen. Hacker, PRW, Ludwig, Doskosil und wie sie alle heißen, ihr macht es erst möglich, wie es in diesem Land zugeht. Es ist eure Unfähigkeit die Massen in die Arme der grässlichen FPÖ treibt. Euer Verschulden das sich viele nicht von der ÖVP und den Grünen abwenden. Kehrt endlich auf den sozialdemokratischen Weg zurück!

      • Zuallererst, lange vor der FPÖ, hat die MFG die falschen Corona-Massnahmen angeprangert. Auch wenn diese Partei jetzt wieder absackt, damals hat sie sehr wertvolle Dienste für die Bevölkerung erbracht.

    • Wenn er glaubt, dass er nie Fehler macht, sieht derjenige keinen Grund sich zu entschuldigen.
      Bei Hacker kommt totale Unfähigkeit und Überheblichkeit zusammen.
      Er hält sich für Superman.

  11. Toll wie sich diese SPÖ hier wieder präsentiert hat und bei allen zentralen Themen in diesem Land weiter versagt, wegschaut oder untätig ist.
    Nein stimmt nicht (ganz) – sie sind zumindest die besten Maskenverordner von Mitteleuropa

  12. Wir werden augenscheinlich voll von den Grünen und Gewessler angelogen. Die Krone schreibt am 10.2.2023. Speicher waren im Dezember 2022 voll mit Putins Gas.

  13. Einen Verlust für die SPÖ von mindesten 10 % bei den Gemeinderatswahlen 2025 und einen Zugewinn für die FPÖ auf 15-20 % – sonst hat der “Wiener Weg” nichts gebracht!

  14. Die Frage wäre natürlich wo die Übersterblichkeit unter den Bedingungen einer Großstadt im Vergleich zum dünn besiedelten Raum sonst läge (ohne besondere Maßnahmen). Daß selbige im Vergleich nicht höher ist, ist eine nicht zu unterschätzende organisatorische Leistung. Zumal unter den herrschenden Randbedingungen der Marktschreierei…

    • Nie nehme ich das ab, dass in Wien die niederste Übersterblichkeit gewesen wäre…
      Aber allein wenn man die Statistiken in diesem Land nicht mehr so pflegt wie es vorgeschrieben ist, vor allem wenn es um Leben und Tod Nachweise geht ist ohnehin ein Skandal, aber das wird auch weiterhin trotzdem Niemanden scheren (müssen)

    • Eine Übersterblichkeit, egal wie hoch, ist die Tatsache, dass viel mehr Menschen sterben als verleichbar zu denselbe Zeiträumen der Vorjahre zu erwarten wäre.
      Nachdem diese Coronajünger mit ihren “Experten” zu Maßnahmen gegriffen haben die nur geschadet statt genützt haben, ja keine Unterschiede zwischen Wien und den Bundesländern bestehen, wird dieser Herr Stadtrat keine Aussagen machen. Er wird nichts positives an den Maßnahmen finden können. Darum diese sagenhafte Schwurbelei von Hacker, Ludwig und Co. Sagenhaft. Vor Kopfschütteln bekomm ich noch ein Schleudertraume bei diesen Typen.
      Noch eine Frage: Warum reden wir überhaupt von einer Übersterblichkeit? Corona ist es nicht, wie wir wissen. Die Hitzewelle wohl auch nicht. Also warum sterben so viele Leute dass die Bestatter nicht mehr nachkommen?

      #plötzlichundunerwartet

  15. Ob der Wiener Weg richtig war?? Zumindest hat man in Wien die Verantwortung für eine Großstadt übernommen und das ist auf alle Fälle richtig. Das kann ich so von der Politik in OÖ nicht behaupten. Hier hat uns eine gefährliche Mischung aus Radikalismus und Populismus in die Katastrophe schlittern lassen. Die einen waren darauf bedacht, möglichst alle Maßnahmen irgendwie zu hintertreiben und die anderen waren nur daran interessiert, den Leuten vor der Landtagswahl eine heile Welt vorzugaukeln, die es damals definitiv nicht gab. Aber ehrlich gesagt habe ich mir von der ÖVP und der FPÖ (mit Anhänsel MFG) nichts anderes erwartet. Die haben nur das getan, was sie immer tun.

    • Nachdem die sog. Impfung ja so sagenhaft wirkt gibt es im Gegensatz zu den offiziellen Zahlen wahrscheinlich gar keine Übersterblichkeit. Und wenn, dann ist es sicher die jährliche Hitzewelle in den Monaten Oktober bis Februar. Hat ja satte 3 Grad untertags. #ironieoff
      Halt – stopp: Die Spikebehandlungen, von manchen Impfungen genannt, wirken eh. Nur anders als von den meisten erhofft. #plötzlichundunerwartet

  16. Was hat der Wiener Weg gebracht? Ehrlicherweise ging mir die hier am längsten dauernde Maskenpflicht auf die Nerven, eine Empfehlung hätte es auch getan. Insgesamt bin ich mit Wien, dem Wiener Weg und allen, die diese für mich einzig mögliche, lebenswerte Stadt in Ö intellektuell, kulturell, kulinarisch, persönlich, humorvoll oder grantelnd bereichern, super zufrieden!

  17. Hacker ist entbehrlich. Ich weiß nicht ob dieser Mensch der SPÖ gut tut. Ausreden, ausreden, … schon mühsam zu lesen.

      • Warum sollte ich das tun? Weil sie es mir vom Seitenrand zurufen? Aha.

        Es geht nicht darum was ich lese oder nicht, sondern wie Hacker kommuniziert, abfällig, dekadent, besserwisserisch. So wird die SPÖ weiter Stimmen verlieren.

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