Freitag, Februar 23, 2024

Plakolm-Gala kostete 50.000 Euro

Eine parlamentarische Anfrage der NEOS an den Bundeskanzler Karl Nehammer legte nun die Kosten von der Zivildiener-Gala von Jugendstaatsekretärin Claudia Plakolm offen: umgerechnet rund 42.000 Kipferln.

Wien | Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) macht wieder einmal Schlagzeilen. Nach ihrer Aktion, bei der sie den falschen Stau mit Kipferln belieferte, geht es diesmal um Ausgaben einer Gala, die bedeutend höher sind als ein paar buttrige Backwaren.

Am 21. November 2022 hatte die Staatsekretärin die „Zivildiener des Jahres“-Gala in den pompösen Wiener Sofiensälen im dritten Wiener Gemeindebezirk veranstaltet. Gekürt wurden die neun Landessieger sowie der Bundes-Zivi aus 160 Einsendungen.

Kanzleramt gab 45.000 Euro für zwei Stunden aus

Der NEOS-Abgeordnete Yannick Shetty hinterfragte mittels Parlamentarischer Anfrage die pompöse Veranstaltung. Das Kanzleramt von Karl Nehammer, in dem auch das Jugendstaatsekretariat von Plakolm angesiedelt ist, solle die Kosten offenlegen, forderte er. In der Beantwortung des Kanzlers, die ZackZack vorliegt, kam nun die Antwort: 44.642,09 Euro kostete die rund zweistündige Preisverleihung. Zu den rund 45.000 Euro aus dem Kanzleramt kamen allerdings noch Kosten für die Zivildienstserviceagentur hinzu. Die betrugen laut Nehammer-Beantwortung 6.380,10 Euro „für die Auszeichnungen sowie für den Fahrtkostenersatz der Preisträger und deren (je bis zu zwei) Begleitpersonen angefallen“. In Kipferl umgerechnet kostete die Gala somit rund 42.000 Stück.

“In zwei Stunden mehr verpulvert als viele Familien im ganzen Jahr bleibt”

Gegenüber der Tageszeitung “heute” geht Shetty hart mit der Staatsekretärin ins Gericht: „In zwei Stunden verpulvert die Staatssekretärin mehr Geld als viele Familien im ganzen Jahr zum Leben bleibt. Das ist gerade in diesen Zeiten unverschämt.” Plakolm wiederum verteidigt ihr Zivi-Kür, die Veranstaltung sei billiger geworden – trotz Teuerung. Im Vergleich zu 2019 seien die Kosten um 20.000 Euro gesenkt worden, so Plakolm.

Titelbild: ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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7 Kommentare

  1. 160 Einsendungen????? Na ein Renner ist die Aktion ja nicht gerade….warum gibt man das Geld nicht den Zivis statt es für so eine schwachsinnigen Veranstaltung auszugeben? Wir wissen, dass unsere Zivis viel leisten, im Gegensatz zu dieser völlig unnötigen Fr. Plakolm. Ein Haufen Steuergeld für etwas, dass in Wirklichkeit nur eine ÖVP Parteiwerbeveranstaltung auf Staatskosten ist. Man muss sich schämen, dass so eine von Oberösterreich nach Wien geschickt wird. Aber was soll man machen, die JVP Abkömmlinge sind für alles andere anscheinend nicht zu gebrauchen denn denen wird die Propaganda schon mit der Muttermilch eingeflößt.

  2. Noch schlimmer ist, dass diese Unnötige jeden Monat 17.000 bekommt, denn verdienen tut das Fräulein es nicht.

  3. Ein Skandal sondergleichen!
    Mindestpensionistinnen, wie eine Nachbarin, müssen mit ca. 12000.- € ein ganzes Jahr auskommen.
    Diese Trutschn gibt unser Steuergeld mit vollen Händen aus und viele Menschen müssen um Unterstützung betteln.
    Diese dekatente Bagage gehört zum Teufel gejagt, pronto.

  4. Da hätte die Gute besser veranlassen sollen die Kosten auf die Zivis aufzuteilen – wären bei 160 Kandidaten pro Nase gut 300,00 oder 5.000,00 pro Bundesland und Bund. Danke für Nichts ÖVP-Quoten-Tante

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