Freitag, Februar 23, 2024

Shitstorm für 1.500 Euro Ikea-Rechnung – Plakolm mittendrin

Ein Instagram-Posting der Jugendstaatssekretärin ging nach hinten los. Auslöser des Shitstorms: eine 1.500 Euro teure Ikea-Rechnung Plakolms. Der Post wurde wieder gelöscht.

Wien | Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) hat mit einer Aktion wieder mal danebengegriffen. Diesmal verteilte sie allerdings keine Kipferln beim falschen Stau, sondern postete auf Instagram eine Rechnung des schwedischen Möbelhauskonzerns IKEA. Summe: 1.561,50 Euro.

Rechnung für erste WG

Allerdings handelte es sich nicht um eine Rechnung für die persönliche Inneneinrichtung der Jugendstaatssekretärin, vielmehr wollte Plakolm auf die Erhöhung für Zivildiener aufmerksam machen. Denn die Grundvergütung für Zivildiener stieg mit 1. Jänner von 362,60 Euro auf monatlich 536,10 Euro. Gesamt auf alle neun Monate hochgerechnet sind das 1.561,50 Euro. Und um eben jenen Betrag wollte die Staatssekretärin den Zivildienern gleich mal einen Einrichtungstipp geben, was man sich alles für das erste WG-Zimmer kaufen könne.

Post nach Kritik wieder gelöscht

Der Staatssekretärin sprangen allerdings empörte Kommentare entgegen, etwa, dass sie einerseits Schleichwerbung für den schwedischen Möbelhausriesen betreibe, anderseits mit Zynismus agiere. Denn Vergütung für Zivildiener liege noch immer unterhalb der Mindestsicherung, wie etwa der NEOS-Abgeordnete Yannick Shetty entgegnete.

Bei Plakolm dürfte die Kritik angekommen sein. Das Posting wurde wieder gelöscht.

Titelbild: ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com /Screenshot Claudia Plakolm Instagram

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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28 Kommentare

  1. Vor lauter Besorgnis, jung zu erscheinen, hören manche vorzeitig auf, jung zu sein. Bei manchen kommt dann noch das Arschloch-ÖVP-gen voll zum Vorschein. Ein Höchstmaß an Dekadenz und Zynismus. Meisterlich…..

    • Ihr sprachliches Niveau geht immer weiter nach unten Cartmann. Ist es das wert ?

      • Dankenswerterweise wird man darauf aufmerksam gemacht. Ich bemühe mich in Zukunft, meine Abneigung gegenüber der ÖVP, im Zaum zu halten. Wert ist ein sehr dehnbarer Begriff, dennoch “ist es das vermeintlich nicht wert”, zumindest im Zusammenhang mit dieser ekelerregenden Bande. So gesehen, ist die Kommunikation viel wert. Aber nicht alles ist wert, kommuniziert zu werden.

  2. Was hätte denn das werden sollen???? Jung und trendy? Auf alle Fälle ein Griff ins Klo. Plakolm die angebliche Stimme der Zivis, mit ihrem fürstlichen Salär, für den schon fast wöchentlichen Griff ins Klo…🙄

  3. Bei diesem Wunderkind der Politik , dem das ÖVP-Gen schon als Kind in den Hintern geblasen wurde und seit 2014 als Studierende in Linz eingeschrieben ist und bisher ohne Abschluss blieb , ist schon der Wahnsinn pur ?! Diese Frau mit ihren 28 Jahren wäre für das AMS schwer vermittelbar , auch ist es schwer einen Facharbeiter zu erklären , dass dieses Genie ca. das 4-fache von seinem Salär hat ! Von den fleißigen Frauen im Handel will ich erst gar nicht reden !!

  4. Dieses arme, fehlgeleitete Kind hätte diesen Quantensprung in neue Dimensionen aber auch entschieden plakativer gestalten können. So nämlich, dass sich der durchschnittliche Zivildiener auch etwas konkret darunter vorstellen kann, wie ihm da wohl nachgeschmissen hier geschah:

    Z.B. ist das immerhin ~1/10 ihres monatlichen Einkommens von 15.074,80 Euro. (Hinzu kommen 552,76 Euro als sogenannte Ministerialzulage, die wir ihr in diesem Rechenbeispiel aber generös “schenken” wollen.) VIERZEHN MAL IM JAHR wohlgemerkt, oder mit anderen Worten DREI TAGE harte, entbehrungsreiche Regierungsarbeit, im Vergleich zu 9 Monaten zivilen Dienstes im/am Volke. Jedoch, ohne dafür auch nur irgend einen Leistungsnachweis erbringen zu müssen… (Ausser stetig hochgiftige, von sozialgesellschaftlichen Ahnungslosigkeiten nur so wuchernde Spaltpilze in der Bevölkerung zu züchten.)

    • Quantensprung: das ist die Kleinste mögliche Änderung in einem System, meist von einem höheren- auf ein niedrigeres Level….

      • Naaajo, lieber MFE, ich stimme Ihrem Einwand nur bedingt zu, wenn … ! 😉

        … wir mal grundsätzlich annähmen, dass ich meine Wortwahl eher doch im semantisch fortschrittlichen Kontext verwende(te), dann sähe es per Definition a priori so ähnlich aus:

        Quan·ten·sprung
        Substantiv, maskulin [der]

        1. Physik
        (unter Emission ODER Absorption* von Energie oder Teilchen erfolgender) plötzlicher Übergang eines mikrophysikalischen Systems aus einem Quantenzustand in einen anderen (* also auch i.e. extern angeregten höheren E-Level)
        2. Fortschritt
        (durch eine neue Idee, Entdeckung, Erfindung, Erkenntnis o. Ä. ermöglichter), der eine Entwicklung innerhalb kürzester Zeit ein sehr großes Stück voranbringt zB. “dies ist ein Quantensprung in der Umwelttechnik”

        … ersuche um freundliche Kenntnisnahme… 😉

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