Keine Rücktritte nach Böhmermann-Show

Türkise Aufklärung für Deutschland

Auf die Böhmermann-Show am Freitag folgten keine Rücktritte. Jedoch klärte der Fernsehstar Deutschland über die türkisen Verhältnisse in Österreich auf.

Wien, 08. Mai 2021 | Kein Rücktritt von Blümel nach dem Böhmermann-Magazin „ZDF Magazin Royal“ vom Freitag. In seiner Sendung nahm er das türkise Projekt von Sebastian Kurz auseinander.

Aufklärstück für Deutschland

Es wurde ein sehenswertes Aufklärstück über Österreichs Machthaber. Neue Aufdeckungen, wie von manchen erwartet, lieferte Böhmermann aber nicht. Bei allem, was in den letzten Wochen rund um die Kurz-Partei ans Licht kam, ist das allerdings gar nicht nötig.

Böhmermann zeigt, wie die Kurz-ÖVP den Staat auf vielen Ebenen umbaut: Ob es die Medien sind, die mit Inseraten immer abhängiger gemacht werden oder die Justiz, die mit Attacken und Sabotageakten aus der türkisen Ecke zu kämpfen hat.

Viele ZackZack-Recherchen aufgegriffen

ZackZack-Geschichten thematisierte Böhmermann breit: Etwa die TikTok-Videos des Kanzlers (ZackZack-Recherche „Sexsymbol Sebastian“) allerdings auch weit brisantere Storys: So präsentierte der deutsche Fernsehstar das von ZackZack veröffentlichte Foto des flüchtigen Wirecard-Marsalek mit Wolfgang Sobotka (lesen Sie die Exklusivstory hier). Auch dev Flug von Kurz mit dem Oligarchenjet thematisierte Böhmermann. Ebenso wie die ZackZack-Story rund um wohlwollende Berichterstattung der „Presse“ über ÖBAG-Schmid.

Rücktritte der ÖVP-Spitzen, wie sie Böhmermann vor der Sendung ankündigte, folgten keine. Doch die Reaktionen in den sozialen Medien waren heftig. Während die österreichische Politwelt im eigenen Land bereits zur „neuen Normalität“ wurde, dürfte in Deutschland noch nicht alles von den türkisen Umtrieben bekannt gewesen sein: „Sebastian Kurz lebt HC Straches „Ibiza-Traum“ in Reality.“

Der Kurz-Jünger Matthias Arth fand Böhmermann gar nicht lustig.

Wiens Vizebürgermeister war anderer Meinung.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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