Donnerstag, Mai 23, 2024

Wieder Razzia bei Hygiene Austria

Das ist ein Unterüberschrift

Mega-Razzia beim Skandal-Maskenhersteller Hygiene Austria am Mittwoch. Über 300 Polizisten filzten 15 Standorte des Unternehmens. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit und gewerbsmäßigen Betrugs.

Wien, 30. September 2021 | In der Causa “FFP2-Masken” hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Mittwoch weitere Hausdurchsuchungen veranlasst. An 15 Standorten in mehreren Bundesländern fanden Razzien von Beamten mehrerer Behörden unter Leitung der WKStA statt, heißt es in einer Pressemitteilung der Korruptionsstaatsanwälte. Wie “Standard” und “Heute” am Mittwochabend berichteten, richtet sich der Verdacht gegen die Hygiene Austria, wo bereits im März Hausdurchsuchungen stattgefunden hatten.

Verdacht auf Schwarzarbeit

“Die WKStA führt ein Ermittlungsverfahren gegen derzeit rund 16 bekannte Personen und weitere unbekannte Täter im Zusammenhang mit dem Verkauf von FFP2-Masken wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmäßigen Betruges”, heißt es in der Mitteilung. Nach der Verdachtslage sollen im Ausland produzierte FFP2-Masken an einem Unternehmensstandort in Österreich umgepackt und als in Österreich produzierte Masken zu einem höheren Preis verkauft worden sein.

Für das Umpacken der FFP2-Masken sollen Personen ohne die erforderliche Anmeldung zur Sozialversicherung tätig gewesen sein. Die Hausdurchsuchungen hätten nach richterlicher Bewilligung stattgefunden.

160 Zeugen und Beschuldigte einvernommen

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens habe man seit den Hausdurchsuchungen im März 2021 das dabei umfangreich sichergestellte Beweismaterial ausgewertet und 160 Zeugen- und Beschuldigtenvernehmungen durch die WKStA sowie das LKA Niederösterreich, das Bundeskriminalamt und die Finanzpolizei durchgeführt. Wegen der laufenden Ermittlungen mache die WKStA keine näheren Angaben zu den beschuldigten Personen oder Unternehmen.

Mitarbeiter packte aus

Die Hygiene Austria wurde im März 2020, als der erste Lockdown ausgerufen wurde, als Gemeinschaftsunternehmen von Palmers und Lenzing zur Herstellung von Corona-Schutzmasken gegründet. Seitdem war der Maskenhersteller regelmäßig in den Schlagzeilen, auch ZackZack berichtete ausführlich. Anfangs noch von Bundeskanzler Kurz als Vorzeigeunternehmen gelobt, entpuppte sich Hygiene Austria durch die Umetikettierung von China-Masken, fragwürdige Verbindungen ins Kanzleramt, die üblen Zustände in den Betriebshallen und miserablen Arbeitsbedingungen als Skandal-Unternehmen. Nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten ist Lenzing schlussendlich ausgestiegen.

(apa/mst)

Titelbild: APA Picturedesk

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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24 Kommentare

  1. Also ist Kurz direkt involviert weil die Verbindung zu seiner Sekretärin ist sicher kein Zufall und das Familienoberhaupt das von Korruption lebt die fie Justiz schützt kann niemanden sagen das hat er nicht gewusst….
    Das ist eine kriminelle Sekte die nur den Staat aus raubt…

  2. Als die Schweinereien nicht mehr unter den Teppich zu kehren waren, meinte der Bundesbasti mit Krokodilstränen-“da sind wir jetzt aber alle betrogen worden”…
    Und die Medien waren besänftigt.
    Jetzt, da das BKA (mit türkiser Marionette Holzer) ermittelt, wird am derschlagen der letzten Verdachtsmomente hart gearbeitet.
    Gute Nacht Österreich!

  3. Wow, sind die schnell mit ihrer Razzia. Nur ein halbes Jahr später. Da wird noch viel zu holen sein.

    • Die ersten Razzien gab es ja schon. Nun haben sich die Protagonisten in Sicherheit gewogen und da hat die WKStA wieder zugeschlagen 🙂 Find ich gut, damit haben die Freunde nicht gerechnet! Jetzt ist der Beweis da, dass diese Menschenausbeutung Methode hat und la famiglia die Schuld nicht auf Leiharbeitsfirmen abwälzen kann.

  4. Vielleicht sind ja die Türkisen deshalb so nervös, dass sie schon von mutmaßlichen Hausdurchsuchungen fantasieren und eine Pressekonferenz einberufen von der keiner so genau weis was für einen Zweck sie eigentlich hat.

    • Stimmt! Die wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Bei so viel Dreck am Stecken kann hinter jedem Baum ein StA lauern und der Wald hat viele Bäume bei den Türkisen, da verlieren die Hauptdarsteller schon mal die Orientierung…

  5. Neben diesen Masken-Betrugsdelikten ist es wichtig zu wissen, dass Masken die Gesundheit gefährden können. Die Schweizer Konsumentenorganisation K-Tipp hat 20 Masken untersuchen lassen, alle (tatsächlich alle!) enthielten schädliche Stoffe die ausgasen bis hin zum Krebs erzeugenden Naphtalin in einer FFP2- Maske. Daneben kommt es durch die Masken besonders bei sehr alten Leuten vermehr zu Stürzen mit schweren Folgen.

    • Das interessiert aber die ganzen Maskenhörigen Vollidioten aber nicht, jeder der keine Maske aufhat wird angepöbelt, beschimpft usw.

    • Also gestürzt bin ich derzeit noch nicht damit (wahrscheinlich noch zu jung). Aber bei mir verursacht das Tragen dieser Masken mittlerweile Dauerhalsschmerzen.

  6. Ich finde, die Staatsanwaltschaft kannst alle entlassen. Die WKSta ist die einzige, die hackelt.

    • Wir brauchen ALLE! Alle, die integer sind, und das sind zum Glück viele.

    • Gehört zu Palmers.

      Und die haben, weil sie ja MEHR UMSATZ in der Coronazeit gemacht haben, natürlich von unserem Philosophie-“Finanzminister” zusätzlich noch Entschädigungszahlungen erhalten !!!

      Ist das nicht gesetzwidrig? Oder setzt bei mir schon das logische Denken aus.

      • Deshalb müssen wir ja die FFP2 Masken tragen (glaub in Bayern auch, müsste LB fragen), wie sonst nirgendwo in der EU vorgeschrieben. Wir müssen das System ja finanzieren. In Italien, Frankreich und Spanien (eigene Erfahrung kürzlich) trägt man Maskenmodelle nach eigenem Geschmack.

  7. Ja, das wird immer spannender! Das schaue ich mir gerne erste Fußreihe ganz entspannt an!

  8. Immer wenn der Name Hygiene Austria fällt, bekomme ich Assoziationen zu Al Capones und Bugs Morans Schnapsbrennereien in den Dreißigern. Und wo ist eigentlich Elliott Ness?

    • Wollte ich auch gerade schreiben. Al Capone ist auch über das Thema Steuern gestolpert.

      • Verglichen mit vielen unserer Polit-Figuren war der böse Al der sprichwörtliche “Lercherlschas”.

  9. Spannend! Die arbeiten noch nach alledem Theater?
    Das stimmt sehr nachdenklich.

  10. Also andere nicht zur türkisen “Familie” gehörende Firmen wären längst behördlich geschlossen worden!

  11. Hyäne Austria existiert noch? Und das nach dem ganzen Sch…, den die innerhalb kürzester Zeit gebaut haben? Das stimmt mehr als nachdenkllich.

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